Panorama

Erste Erfolge in Tierversuchen Curevac meldet sich mit neuem Impfstoff zurück

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Curevac arbeitet an einem Covid-19-Vakzin der zweiten Generation.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Beim ersten Anlauf, einen Corona-Impfstoff zu entwickeln, scheitert Curevac. Die Forschung an einem Vakzin setzt das Tübinger Pharmaunternehmen jedoch fort. Der neue Kandidat liefert in ersten Tests vielversprechende Ergebnisse - bis das Mittel auf den Markt kommt, kann es aber noch dauern.

Nach dem Scheitern seines ersten Corona-Impfstoffkandidaten feilt Curevac weiter an einem Covid-19-Vakzin der zweiten Generation. In einer Studie mit Makaken wurde der neue Impfstoff CV2Cov direkt mit dem Covid-19-Vakzin von Biontech/Pfizer verglichen, wie das Tübinger Biotechunternehmen mitteilte. Nach der Impfung der Affen mit Curevac oder Biontech konnten demnach vergleichbar neutralisierende Antikörperspiegel gemessen werden, wie aus der Studie, die im Fachmagazine Nature veröffentlicht wurde, hervorgeht.

Das Vakzin muss sich aber in der klinischen Erprobung am Menschen erst noch beweisen. Das Unternehmen will sich nun auf sein Impfstoffprogramm der zweiten Generation konzentrieren, das es dieses Mal nicht alleine, sondern zusammen mit dem Pharmariesen GlaxoSmithKline entwickelt.

CV2Cov zeigte in einer präklinischen Studie mit Affen eine verbesserte Immunantwort und Schutzwirkung als die ursprüngliche Version und erreichte eine stärkere Antikörperneutralisierung aller ausgewählten Virusvarianten, darunter auch Delta. Mit dem Start der klinischen Entwicklung rechnet Curevac in den nächsten Monaten und hofft, noch 2022 eine Marktzulassung beantragen zu können.

Bei seinem ersten Impfstoff zog Curevac im Oktober nach schwachen Studienergebnissen den Stecker. Das Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als einige andere Impfstoffe.

Der Bund war im vergangenen Jahr über die Aufbaubank KfW mit 300 Millionen Euro bei Curevac eingestiegen und hält laut KfW damit einen Anteil von 16 Prozent. Curevac wollte anschließend prüfen, inwieweit die in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen auch auf die Impfstoffkandidaten der zweiten Generation übertragen werden können.

Quelle: ntv.de, mba/rts/dpa

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