Panorama

Ausbruch wie bei Tönnies Dänischer Schlachthof stellt Betrieb ein

imago0102726581h.jpg

Bei Danish Crown in Ringsted werden Schweine geschlachtet.

(Foto: imago images/Ritzau Scanpix)

Fast vier Wochen muss der Schlachthof Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wegen zahlreichen Corona-Infektionen schließen Ein dänischer Betrieb hofft, dass er schneller wieder öffnen kann: Bei dem Fleischverarbeiter sind mittlerweile fast 150 Mitarbeiter positiv getestet worden.

Ein Schlachthof in Dänemark stellt nach einem Ausbruch mit Dutzenden infizierten Mitarbeitern vorübergehend seinen Betrieb ein. Nachdem weitere 22 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden seien, werde der Betrieb in Ringsted ab Montag zunächst für eine Woche geschlossen, teilt der Fleischverarbeiter Danish Crown mit. Damit solle versucht werden, die Infektionsketten innerhalb des Personals zu durchbrechen. Mittlerweile sind damit fast 150 Mitarbeiter von Danish Crown in Ringsted positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Danish Crown war vor knapp zwei Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35.000 Schweine geschlachtet, was aber in Folge des Ausbruchs bereits deutlich zurückgefahren wurde.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen hatte es nach einem Corona-Massenausbruch eine fast vierwöchige Zwangspause am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gegeben. Mitte Juli war ein Anlaufen der Produktion wieder erlaubt worden. Der Vorfall hatte eine Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst.

Ende Juli brachte die Bundesregierung schärfere Regeln für die Fleischindustrie auf den Weg. Der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht vor, dass in größeren Betrieben der Branche ab dem 1. Januar 2021 im Kerngeschäft Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung keine Werkvertragsarbeiter und ab 1. April 2021 auch keine Leiharbeiter mehr beschäftigt werden dürfen. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Quelle: ntv.de, chr/dpa