Panorama

Nasskaltes Wetter verzieht sich Der Herbstanfang bringt die Sonne mit

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Nach Auflösung von Frühnebel sollte das Wetter am Wochenende freundlich werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Pünktlich zum Herbstanfang präsentiert sich das Wetter nasskalt und neblig. Doch Hoch "Netti" verspricht zum Wochenende noch einmal freundliche Aussichten, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander zu berichten weiß. Zuvor spielt er noch eine Runde "Nebellotto".

n-tv.de: Björn, jetzt hat auch kalendarisch der Herbst begonnen. Und irgendwie ist das Wetter ja auch schon ziemlich herbstlich, oder?

Björn Alexander: Alles in allem auf jeden Fall. Passend dazu hat es auf den Bergen der Alpen bis unter 1500 Meter herunter geschneit. Teilweise mit akuten Verkehrsbehinderungen. Am Arlbergpass beispielsweise mit Schneeglätte und Schneekettenpflicht für Lkw. Eine generelle Kettenpflicht besteht zum Beispiel für die Silvrettahochalpenstraße. Aber auch abseits der Berge war der Start in den kalendarischen Herbst natürlich meistens alles andere als gemütlich. Wechselhaft bis wolkig, der Süden recht nass und das bei meistens 7 bis 17 Grad.

Geht da denn noch mehr in den nächsten Tagen?

Ja. Doch zuerst müssen die Tiefdruckgebiete weichen. Nach Tief "Nasar" und Tief "Patrick" streifen uns am Donnerstag noch die Wolken von Tief "Oliver" und dann kommt die Zeit von Hoch "Netti".

Das ist aber nett.

Das finde ich auch. Allerdings ist es Herbst und damit könnte es da und dort trotz Hochdruckeinfluss schon mal eine gewisse Nebelproblematik geben, bzw. es dauert schon mal länger bis sich die Nebelfelder gelichtet haben.

Woran liegt das eigentlich?

Im Gegensatz zum Sommer, wenn die Tage lang sind und die Nächte kurz, ist der Gang der Sonne inzwischen flacher. Sie kann damit weniger stark und weniger lang einheizen und die Nebelfelder halten sich hartnäckiger. Und generell ist es außerdem natürlich so, dass die Bedingungen zur Bildung von Dunst, Nebel oder Hochnebel im Herbst einfach mal günstiger sind. Übrigens ist das auch für uns Meteorologen eine der Zeiten mit den größten Fehlprognosen.

Wie kommt das?

Das Auflösen der Nebel- oder Hochnebelfelder ist besonders im fortschreitenden Herbst (etwa Ende September und Oktober) manchmal kaum vorhersagbar. Hier wird auch schon mal vom "Nebellotto" gesprochen. Allerdings ist das Auflösen entscheidend für die Temperatur. Denn zwischen Sonne satt und trüber Nebelsuppe liegen bei Werten gerne mal 10 Grad oder mehr.

Das ergibt Sinn. Wie groß sind denn die Chancen auf Fehlprognosen in den nächsten Tagen?

Ich hoffe, wir können sie noch gering halten.

Dann schauen wir doch mal auf den Trend Freitag und zum Wochenende.

Wie schon gesagt, das nächste Hoch kommt und damit setzt sich ruhiges Herbstwetter bei uns durch. Am Freitag noch mit letzten Tropfen im Norden und Nordwesten. Danach war es das aber auch mit dem Regen. Bis in die nächste Woche hinein bleibt die Schauerneigung gering.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Wie sieht es in Sachen Sonne aus?

Nach Auflösung von Frühnebel sollte es für die meisten von uns freundlich oder sonnig weitergehen. Und auch dabei gilt: bis weit in die nächste Woche hinein wird sich daran wenig ändern. Denn die Tiefs vom Atlantik her haben vorerst keine Chancen mehr.

Was machen die Temperaturen?

Die steigen zwar wieder etwas an. Viel mehr als örtliche 20 oder 21 Grad wird es aber erst einmal nicht mehr geben. Und nachts gibt’s oftmals einstellige Werte, örtlich kann schon mal Bodenfrost mit dabei sein.

Was heißt das konkret für den Samstag?

Dass es nach Auflösung später meist trocken und zeitweise sonnig weitergehen wird. Die Temperaturen erreichen vielerorts zwischen 16 und 18 Grad. Etwas wärmer wird der Oberrhein mit 19 bis 21 Grad. Kühler sind die Berglagen mit 13 bis 15 Grad.

Und am Sonntag?

Ändert sich nicht allzu viel. Örtlich geht es trüb los bevor sich die Sonne vielerorts durchsetzen wird. Dazu erreichen die Temperaturen zwischen 14 Grad auf den Bergen und bis um die 20 Grad im Südwesten.

Quelle: ntv.de

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