Panorama

Schockierende Bilder aus Klinik Der Horror von Bergamo

Mehr als 41.000 infizierte Corona-Patienten gibt es Stand heute in Italien. Vor nicht einmal einer Woche waren es rund 15.000 - und damit so viele, wie dieser Tage in Deutschland. Mit einem dramatischen Appell richten sich nun die Ärzte der norditalienischen Stadt Bergamo an die Öffentlichkeit.

Keine Stadt in Italien hat das Coronavirus so erbarmungslos heimgesucht wie Bergamo. Keine Provinz, so stark wie die Lombardei. Als einzigem Journalisten gewährt das Krankenhaus der Stadt dem Briten Stuart Ramsay und seinem Team Zutritt - die Bilder, die sie liefern, sind erschütternd und eine Warnung an die Welt.

Die Italiener wussten nicht, welche Katastrophe auf sie zukommt. Die Informationen aus China waren zu Beginn des Virusausbruchs verschleiernd, von Propaganda geprägt und wenig zuverlässig. Italien war sozusagen der Testfall für die westliche Welt. Das Land kämpft seit dem 2. Februar, dem Bekanntwerden der ersten positiv getesteten Personen, nach besten Kräften gegen den unsichtbaren Feind.

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Doch ein Blick in das Krankenhaus von Bergamo genügt, um zu erkennen: Die Ärzte arbeiten am Rande des eigenen körperlichen Zusammenbruchs. Die immer weiter steigenden Patientenzahlen sind kaum zu bewältigen. Dicht an dicht stehen die Betten. Es sieht aus wie eine Intensivstation, ist aber eigentlich nur eine Notaufnahme. Die Intensivstation ist schon längst voll.

 

 

Die Menschen, die im Abstand von nur wenigen Metern behandelt werden, sind die Neuankömmlinge. Ihre Köpfe stecken in Plastikblasen. So versuchen die Ärzte, den Luftdruck in der Lunge auszugleichen. Die schwächsten Patienten können kaum noch sprechen. Jeder bekommt das Elend, das Leid und das Sterben der anderen hautnah mit.

Die italienischen Ärzte richten mit diesen Bildern einen dramatischen, unüberhörbaren Appell an die Welt: Schaut auf uns. Schaut, was hier passiert. Niemals hätten wir dieses Ausmaß an menschlichem Leid erwartet oder auch nur für möglich halten können, dass wir in so kurzer Zeit so viele Schwerstkranke behandeln müssen. Nur das strikte Einhalten von Isolationsmaßnahmen kann ähnliche Bilder aus anderen Ländern verhindern.

Quelle: ntv.de