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Wetterwoche im Schnellcheck Der Märzwinter klopft an

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Die kommende Woche wird es auf jeden Fall noch einmal ungemütlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer darauf hofft, dass jetzt bald der Frühling richtig durchstartet, wird enttäuscht sein: In der kommenden Woche dreht der Winter noch einmal voll auf. Zu Beginn der Woche sind sogar bis in die Ebene Schneeflocken möglich, sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

In der Wettervorhersage gibt es einen nicht ganz unwichtigen Faktor. Die sogenannte Persistenz. Die besagt im Prinzip, dass das Wetter morgen so oder zumindest so ähnlich wird, wie es heute war. Und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 60 bis 70 Prozent. Der Wechselwille des Wetters liegt im Umkehrschluss also bei einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 30 bis 40 Prozent. Doch davon ist derzeit nicht wirklich viel zu erkennen.

Denn zumindest im groben Überblick bleibt es weiterhin beim Tiefdruckeinfluss. Und somit ziehen auch in der neuen Wetterwoche immer wieder Schauer durch, die zeitweise von einem starken bis stürmischen Wind begleitet sein werden. Auch Sturmböen oder mehr sind nicht auszuschließen. Jedoch sind detaillierte Sturmprognosen bei solchen Lagen kaum möglich. Das Potenzial bleibt aber weiterhin hoch.

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n-tv Meteorologe Björn Alexander

Eine größere Änderung bringt uns die neue Wetterwoche dann allerdings doch: direkt zu Wochenbeginn zapft Tief "Eberhard" kalte Polarluft an und lässt die Schneefallgrenze und die Temperaturen deutlich absinken. Selbst im Flachland sind Schnee, Schneeregen oder Graupel mit örtlicher Glätte drin. Und während in den tieferen Lagen der Märzwinter erst einmal nur kurz anklopft, sind im Bergland in den kommenden Tagen immer wieder Schneefälle mit entsprechender Glättegefahr möglich. Und natürlich gehen solche Wetterlagen mit Kaltluft im März auch in den tieferen Lagen gerne mal mit Nachtfrost einher.

Kurzum: die ganz großen Änderungen hin zu Hochdruckeinfluss mit Sonne sind nicht in Sicht. Aber das wechselhafte bis wolkige Wetter in der neuen Woche wird sich zum Teil ganz anders anfühlen. Sicherlich sehr zur Freude der Winterfreunde unter uns, während es für die Autofahrer mal wieder brenzliger werden kann. Hier die Details.

Nacht zum Montag

Hinter unserem Sonntagssturm folgt auf das Hauptsturmfeld direkt mal kalte Polarluft, sodass sich bis in Flachland Schnee und Schneeregen sowie Graupel untermischen. Eine unheilige Mischung, die bei Werten um den Gefrierpunkt streckenweise für glatte Straßen und Wege sorgen kann. Das gilt besonders von der Mitte südwärts. Derweil schneit es in den höheren Lagen auch mal ergiebiger, sodass Sie teilweise durchaus mit einigen Zentimetern Neuschnee rechnen müssen. Zudem sind nach wie vor einzelne Sturmböen sowie Gewitter drin. 

Montag

Die hoch reichende Kaltluft bringt uns einen extrem abwechslungsreichen Wochenstart. Immer wieder ziehen Schauer durch, die bis ganz runter als Schnee oder Graupel niedergehen können. Vor allem in den Mittelgebirgslagen fällt durchweg Schnee, sodass Sie hier ganztägig mit Glätte rechnen müssen. Und auch Gewitter sowie starke bis stürmische Böen sind unsere Begleiter zum Wochenstart. Außerdem dürften die Frühlingsoutfits ziemlich weit in der Kleiderordnung nach hinten gerückt sein. Bei Temperaturen zwischen 2 und 9 Grad bleibt es hierzulande nämlich ziemlich nasskalt.

Dienstag

Der Süden und der Osten können sich über eine Verschnaufpause an der Schauerfront freuen. Es bleibt mehrheitlich trocken, und die Sonne bekommt deutlich mehr Anteile. Ansonsten ist es weiterhin unbeständig und windig bei insgesamt ansteigenden Temperaturen. Nach einem kalten Beginn mit verbreitetem Frost oder Bodenfrost ausgangs der Nacht sind tagsüber 4 bis 12 Grad zu erwarten.

Mittwoch und Donnerstag

Nachdem der Mittwoch im Süden noch länger freundlich verläuft, wird es spätestens am Donnerstag überall wieder schauerlastiger, windig und kühler bei maximal noch 3 bis 10 Grad, mit einem teilweise ruppigen Wind und neuen Schneefällen im Bergland. Je nachdem wie viel Neuschnee runterkommt, sind dann dort auch Schneeverwehungen nicht auszuschließen. 

Freitag und am Wochenende

Da ist sie wieder: die Persistenz der Wetterlage. Denn irgendwie sind die Veränderungen bei der Wetterentwicklung aus heutiger Sicht sehr gering. Immer wieder ziehen Schauerwolken und Regen durch, die Sonne bleibt hingegen oftmals ausgebremst, und die Temperaturen bewegen sich bei meistens Werten um die 5 bis 10 Grad auch nur wenig. Bis dahin ist aber natürlich noch Zeit, und vielleicht wollen die Wettermodelle doch noch mal ein Hoch dazwischen lassen. Bis dahin bleiben aber zumindest die Allergiker unter uns ganz entspannt. 

Quelle: n-tv.de

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