Panorama
Mit einer Eisschicht versuchen Obstbauern, die Blüten ihrer Bäume vor dem Frost zu schützen.
Mit einer Eisschicht versuchen Obstbauern, die Blüten ihrer Bäume vor dem Frost zu schützen.(Foto: dpa)
Sonntag, 23. April 2017

Die Wetterwoche im Schnellcheck: Der nächste Schwall Polarluft naht

Der Frühling hat es auch weiterhin schwer, sich dauerhaft bei uns durchzusetzen. Stattdessen folgt schon bald der nächste Schwall Polarluft. Für den ersten Mai zeigen manche Wettermodelle aber einen kleinen Hoffnungsschimmer am bisher spätwinterlichen Wetterhorizont.

Top und Flop

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Top: Direkt am Montag macht der Frühling einen kurzen Abstecher zu uns bei bis zu 20 Grad. Und auch am kommenden Wochenende besteht die Chance, dass die Schauer seltener werden und die Luft allmählich milder wird.

Zwischendrin gibt’s den Flop in Form von kaltem Aprilwetter. Aber selbst dem kann man durchaus positive Aspekte abgewinnen. Einerseits sind das die sonnigen Abschnitte, die besonders bei den Nordlichtern und teilweise auch über der Landesmitte zustande kommen werden. Andererseits können Regengüsse den teils ausgetrockneten Böden und der durstigen Vegetation wirklich nur gut tun. Die Wasserbilanz der vergangenen Wochen ist nämlich teilweise verheerend. In manchen Landesteilen sind im April noch keine fünf Liter Regen pro Quadratmeter beisammengekommen. 

Montag Es lenzt. Und zwar im Süden mit viel Sonne. Zwar startet der Tag noch kühl mit Werten um den Gefrierpunkt. Dann werden es aber bis zu 20 Grad am Oberrhein. Auch die Nordhälfte bekommt mit zehn bis 15 Grad einen kleinen Gruß vom Frühling. Allerdings bleibt es dort auch unbeständig oder grau mit einem teils stürmischen Wind, an der See und in Teilen von Schleswig-Holstein mit Sturmböen. 

Dienstag Im Norden meldet sich mit Graupelgewittern der nächste Polarluftvorstoß an. Und auch im Süden gibt es nach freundlichem Start bei bis zu 17 Grad später Regenwolken. An der Nordsee werden es derweil nicht mehr als sieben Grad. 

Mittwoch und Donnerstag Das Aprilwetter zieht seine Register. Neben sonnigen Phasen ziehen Schauer durch, die zum Teil bis in tiefere Lagen mit Schnee und Graupel vermischt und örtlich gewittrig sind. Am wenigsten Sonne werden Sie in dieser Zeit im Süden zu sehen bekommen. Denn dort ist ein Tief über dem Alpenraum nahe, das besonders in Norditalien, Österreich und der Schweiz mitunter kräftigen Regen bringt, der auf den Bergen rasch in Schnee übergeht. Denn es wird kälter. Auch hierzulande werden es nur noch maximal drei bis zwölf Grad. Und wenn es über Nacht zwischendurch mal länger aufklart, sind leider auch wieder leichter Frost oder Bodenfrost möglich. 

Freitag Die Unsicherheiten bei den Prognosen werden größer. Jedoch könnte es auch im Süden mal wieder ein paar mehr Sonnenstrahlen geben. Ansonsten bleibt es unbeständig mit schönen Phasen. Temperaturen: nach teils frostiger Nacht tagsüber zwischen vier Grad an den Alpen und bis 14 Grad am Rhein. 

Am langen Wochenende Die Temperaturen zeigen im Laufe des Wochenendes momentan verbreitet in Richtung Zweistelligkeit. Das ist zwar Ende April normalerweise gar nicht erwähnenswert. Aber irgendwie hat uns das Wetter ja in letzter Zeit Demut gelehrt, so dass die meist zehn bis 15 Grad auf den Wetterkarten uns schon in leichte Verzückungen versetzen können.

Quelle: n-tv.de