Panorama

Rückholflug schon Samstag? Deutsche aus China müssen in Kaserne

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Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz: Hier sollen die China-Rückkehrer medizinisch unter Beobachtung gestellt werden.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Vorbereitungen der Regierung, um 90 Deutsche und ihre Angehörigen aus China zurückzuholen, laufen auf Hochtouren. Die Bundeswehrmaschine könnte bereits am Samstag fliegen. Danach sollen die Betroffenen in einer Kaserne unter Quarantäne bleiben, bis eine Coronaviren-Infektion ausgeschlossen ist.

Die deutschen China-Rückkehrer sollen nach dem Rückholflug zentral am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz untergebracht werden. Dort gibt es in einer Ausbildungskaserne medizinische Einrichtungen, um die Menschen zwei Wochen abgeschottet in Quarantäne zu betreuen, berichteten die VRM-Zeitungen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte den Blättern: "Das ist eine gute Lösung, um die Rückkehrer, ihr Umfeld und die Gesamtbevölkerung gleichermaßen zu schützen." Das Ansteckungsrisiko werde so minimiert. Falls sich einer der Rückkehrer doch infiziert haben sollte, könne dies dort schnell erkannt und der Betroffene gut versorgt werden.

Die Bundesregierung plant den Rückholflug der Bundeswehr für Samstag. 90 Deutsche und ihre Angehörigen sollen dann aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei rund um die chinesische Millionenmetropole Wuhan ausgeflogen werden, wenn sie das wollen. Sicher war der Termin allerdings weiterhin nicht. Bis zum Nachmittag lag noch keine Genehmigung der chinesischen Seite vor. In einem Schreiben informierte das Auswärtige Amt die Betroffenen über den geplanten Starttermin und die Bedingungen für eine freiwillige Mitreise. "Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Mobilität in der ersten Zeit in Deutschland deutlich eingeschränkt wird", hieß es in dem Schreiben des Auswärtigen Amts.


Folgende Punkte wurden außerdem mitgeteilt:

  • Das Angebot des Mitflugs gilt für die angeschriebenen deutschen Staatsangehörigen, ihre Ehepartner und ihre Kinder.
  • Es dürfen nur Personen ausreisen, die zum Zeitpunkt der Ausreise gesund sind.
  • Die chinesischen Behörden werden vor dem Einstieg in den Flieger einen Gesundheitscheck durchführen und können bei Symptomen oder Verdacht auf eine Erkrankung die Ausreise verweigern.
  • Das Verfahren nach Einreise in Deutschland werde zwischen den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt.
  • Die überwiegenden Kosten des Flugs wird die Bundesregierung tragen, die Passagiere müssen sich allerdings beteiligen. "Die konkrete Höhe der Kostenbeteiligung steht bisher nicht fest. Sie wird sich an der Höhe eines normalen Economy-Flugtickets orientieren", hieß es in dem Schreiben des Auswärtigen Amts dazu.

Quelle: ntv.de, mau/dpa