Panorama

Zahl der Ausweise gestiegen Deutsche werden offener für Organspenden

120924961.jpg

Organspenden ist eine Herzensangelegenheit für Gesundheitsminister Spahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das bundesweite Online-Register für Organspender lässt zwar noch auf sich warten, doch die Hilfsbereitschaft der Deutschen wächst bereits. Die Zahl der beantragten Organspendeausweise ist im ersten Quartal deutlich gestiegen.

Das Interesse der Bürger am Thema Organspende ist einem Bericht zufolge in diesem Jahr deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende April seien bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rund 2,23 Millionen Organspendeausweise bestellt worden, berichtete der "Spiegel" vorab. Das sei ein Anstieg um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Nachfrage nach Informationsbroschüren mit integriertem Ausweis sei gestiegen.

Der "Spiegel" berief sich auf die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Frage der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock. Sie war eine der Initiatorinnen eines Gesetzentwurfs, der im Januar vom Bundestag verabschiedet wurde.

Demnach soll unter anderem ein Online-Register eingerichtet werden, in dem die Bürger ihre Haltung zur Organspende hinterlegen können. Damit es zu mehr Transplantationen komme, müsse das neue Register jetzt "zügig kommen", sagte Baerbock dem "Spiegel".

Dem Bericht zufolge stieg zuletzt auch die Zahl der Organspender an: In den ersten vier Monaten dieses Jahres spendeten demnach 330 Menschen ihre Organe. Das seien 11,5 Prozent mehr gewesen als im Vorjahreszeitraum, berichtete das Magazin unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

Quelle: ntv.de, mba/AFP