Panorama

Nach dem Reinheitsgebot von 1516 Deutsches Bier soll Weltkulturerbe werden

Zum immateriellen Kulturerbe zählen derzeit mehr als 200 Traditionen und Volksbräuche – beispielsweise die französische Esskultur. Ginge es nach Verbraucherschutzministerin Aigner, dann würde sich deutsches Brot auch auf der Liste befinden.

2y340816.jpg4834284478187866490.jpg

(Foto: dpa)

Deutsches Bier soll von den Vereinten Nationen zum Kulturerbe geadelt werden - wie das französische Gastmahl und die mediterrane Küche. Dafür macht sich jetzt ein Bündnis von Politikern und Brauern stark. Die Mitglieder des Deutschen Institutes für Reines Bier fordern die Bundesregierung in einer Resolution auf, für einen internationalen Schutz des Reinheitsgebotes zu sorgen. Das teilte der Verein, dessen Präsident der Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser ist, in Berlin mit.

Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes stößt das Anliegen bereits auf Wohlwollen bei mehreren Bundesministern. Auch aus den Reihen der Koalitionsfraktionen gebe es positive Signale. "Die Ampeln stehen auf grün", sagte Hauptgeschäftsführer Peter Hahn.

Nach dem Reinheitsgebot von 1516 darf Bier in Deutschland nur aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser gebraut werden. Im Unterschied zum Weltkulturerbe wie dem Kölner Dom gehe es beim "immateriellen Kulturerbe" um gelebte Traditionen, erläuterte ein Sprecher der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn. Es zeichne sich ab, dass Deutschland die Unesco-Übereinkunft in absehbarer Zeit ratifizieren werde und damit die Voraussetzung schaffe. Dann werde ein Verfahren festgesetzt für eine nationale Liste. Über die Aufnahme in die internationale Liste entscheide ein Gremium der Unterzeichnerstaaten.

Zum immateriellen Kulturerbe zählen derzeit mehr als 200 Traditionen und Volksbräuche – beispielsweise die französische Esskultur, die Peking-Oper, der argentinische Tango und die Pfeifsprache El Silbo auf der Kanareninsel La Gomera.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema