Flugzeugabsturz in WüstenregionDeutsches Manager-Ehepaar und Sohn sterben in Namibia
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In einer bei Touristen beliebten Region in Namibia stürzt ein Flugzeug ab. Dabei kommen alle vier Insassen ums Leben. Nun ist die Identität von drei der Toten geklärt.
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Namibia mit vier Toten steht die Identität der drei deutschen Urlauber fest. Wie die Dieter-Schwarz-Stiftung mitteilt, kamen bei dem Unglück die langjährige Geschäftsführerin Silke Lohmiller, ihr Eheman Richard sowie der gemeinsame Sohn Henry ums Leben. Neben der Familie aus dem Raum Heilbronn starb auch der deutsche Pilot des Flugzeugs.
"Silke Lohmiller war über vier Jahrzehnte eine prägende Führungspersönlichkeit der Schwarz Unternehmensgruppe", heißt es in einer Pressemitteilung. Man verliere "eine herausragende Persönlichkeit und eine engagierte Gestalterin". Früheren Medienberichten zufolge ging Silke Lohmiller 2025 in den Ruhestand. Ihr Mann Richard Lohmiller war früher über viele Jahre Manager des Handelskonzerns Kaufland, der ebenfalls zur Schwarz-Gruppe gehört. Bei Kaufland war er unter anderem von 2016 bis 2019 Vorstandsvorsitzender.
Das Wrack des seit Sonntag vermissten Flugzeugs wurde heute in der Wüstenregion Sossusvlei gefunden, wie der Chef der Fluggesellschaft Desert Air, Willem de Wet erklärte: "Leider gibt es keine Überlebenden." Das Flugzeug vom Typ Cessna 2021 war am Sonntag von einer privaten Landebahn nahe dem internationalen Flughafen Hosea Kutako in Richtung einer Touristenlodge in der Wüstenregion gestartet, dort jedoch nie angekommen.
Die hohen, ockerfarbenen Sanddünen der Wüste von Sossusvlei sind ein beliebtes Touristenziel in Namibia. Nach Angaben des Tourismusministeriums besuchten 2024 rund 110.000 deutsche Touristen das Land. Deutsche machten damit die größte Besuchergruppe aus.
Das heutige Namibia war von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Während der Kolonialzeit begingen die Kolonialtruppen einen Völkermord an der indigenen Bevölkerung der Herero und Nama mit zehntausenden Toten. 2021 erkannte die Bundesrepublik den Genozid an.