Auf dem Friedhof des AtlantiksDeutsches U-Boot wiederentdeckt

15. Juli 1942: Vor der US-Ostküste tobt eine Seeschlacht. Das deutsche U-Boot 576 greift einen von Kriegsschiffen begleiteten US-Handelskonvoi an. Ein Schiff wird versenkt, zwei weitere beschädigt. Dann wendet sich das Blatt.
Die Wracks eines deutschen U-Boots und eines US-Frachtschiffs, die in einer Seeschlacht im Zweiten Weltkrieg versenkt wurden, sind vor der Ostküste der USA gefunden worden. Die Wracks lägen 48 Kilometer vor der Küste des Bundesstaats North Carolina im Abstand von 240 Metern in einem Gebiet, das als Friedhof des Atlantiks bekannt ist, teilte die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) mit. Demnach handelt es sich um das deutsche U-Boot 576 und das Frachtschiff "Bluefields", die am 15. Juli 1942 versenkt wurden.
Nach Angaben der Behörde hatte das 67 Meter lange und zur 7. U-Boot-Flotte gehörende Boot einen von US-Kriegsschiffen begleiteten Handelskonvoi angegriffen und versenkte die "Bluefields" und beschädigte zwei weitere Frachter schwer. Daraufhin habe jedoch ein US-Marineflugzeug das U-Boot bombardiert, während ein Handelsschiff es mit seiner Bordkanone beschoss, erklärte die NOAA. Während sich die Besatzung der "Bluefields" noch retten konnte, ging das U-Boot mit seiner 45-köpfigen Besatzung unter. Das Wrack gilt daher als Kriegsgrab und steht unter internationalem Schutz.
Das Auswärtige Amt erklärte, Deutschland habe kein Interesse an einer Bergung der sterblichen Überreste in dem U-Boot. Sie sollten nach Möglichkeit an Ort und Stelle bleiben, um den Toten zu erlauben, in Frieden zu ruhen.