Panorama

"Heiß? Brüllend heiß!" Deutschland brütet Hitze-Tag entgegen

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So geht es halbwegs.

(Foto: dpa)

Der Vormittag ist nur das Vorglühen: Schon vor 11 Uhr steigen die Temperaturen an manchen Orten Deutschlands an die 30-Grad-Marke heran. Doch der Nachmittag heizt nochmal nach, es geht rauf auf 35 bis sogar 40 Grad. Angenehmer ist es an den Küsten, wo viele Gäste erwartet werden.

Schwitzen bei viel Sonne ist in vielen Teilen Deutschlands angesagt. "Jetzt wird's tropisch", titelt Wetter.de heute und schreibt: "Bei viel Sonnenschein geht es stramm den 40 Grad entgegen. Das ist nicht heiß. Das ist brüllend heiß." Schon am Vormittag haben die Temperaturen Meteorologen zufolge 24 bis 30 Grad erreicht. In weiten Teilen des Landes werden noch 35, an Mosel und Neckar gar 40 Grad erreicht.

Während es im Süden sonnig und warm bis heiß wird, wird das Wetter im Norden heiter bis wolkig. An der See zeigt das Thermometer laut der Vorhersage dann nur Werte von 20 bis 23 Grad.

Der voraussichtlich bisher wärmste Tag des Jahres lockt die Menschen nach draußen. Mecklenburg-Vorpommern rechnet am Wochenende mit vielen Gästen. Das Land an der Ostsee bietet sich für Hitzeempfindliche an: Während weiter südlich Temperaturen von teilweise weit über 30 Grad erwartet werden, ist es in Mecklenburg-Vorpommern mit 22 bis 25 Grad sehr erträglich, wie der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee sagte.

Die Tourismusbetriebe an der Nordseeküste stellen sich zum ersten großen Sommerwochenende in Niedersachsen auf einen Schwung von Tagesurlaubern ein. "Das gute Wetter beflügelt grundsätzlich die Nachfrage", sagte die Sprecherin der Ostfriesland Tourismus Gesellschaft, Wiebke Leverenz. Bei Sonnenschein und Hitze seien vor allem Aktivitäten am Wasser gefragt.

Hitze nicht ungefährlich

Warme Kleidung ist auch in Brandenburg nicht nötig: Das Land erwartet ein Wochenende mit brütender Hitze. Im Norden Brandenburgs rechnet Wetter.de mit Höchstwerten bis 32 Grad - in Berlin und im Süden Brandenburgs gar 35 Grad. Am Sonntag wird mit Temperaturen zwischen 29 und 37 Grad der bislang wärmste Tag des Jahres in Berlin und Brandenburg erwartet. Die Gefahr von Waldbränden wegen der andauernden Trockenheit ist sehr groß. Bei Frohnsdorf nahe Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark rückten Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Technisches Hilfswerk am Freitag zu einem größeren Brand aus.

Für einen Ausflug ins Schwimmbad spricht auch die Lage in Baden-Württemberg: Temperaturen bis zu 37 Grad von der Kurpfalz bis zum Breisgau sagt Wetter.de für Samstag voraus. An Rhein und Tauber dürfte eine tropische Nacht folgen mit Temperaturtiefstwerten knapp über 20 Grad, wie die Meteorologen vorhersagten. Kühler wird es demnach lediglich in manchen Flussauen mit 14 Grad, bevor die Sonne am Sonntag wieder alles gibt und die Menschen erneut schwitzen lässt. Ab dem Mittag seien einzelne Hitzegewitter möglich sowie Starkregen und Sturmböen.

Ein sonniger und sehr heißer Samstag steht auch in Nordrhein-Westfalen bevor. Die Höchsttemperatur werden im Tagesverlauf verbreitet auf 31 bis 34 Grad steigen. In der Kölner Bucht sind zum Teil um die 36 Grad zu erwarten. Ein eher schwacher Wind bringt kaum Abkühlung.

Die hohen Temperaturen sind nicht ungefährlich. Die Landesapothekenkammer aus Hessen warnt vor Sonnenbrand, Heuschnupfen und Kreislaufproblemen. Die Menschen sollten viel trinken und Sport in der größten Hitze vermeiden. Nach Angaben des Wiesbadener Gesundheitsamtes sind grundsätzlich alle Menschen von den Gefahren der Hitze betroffen. Besonders gefährdet seien aber Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke.

Der astronomische - oder auch kalendarische - Sommerbeginn ist am nächsten Dienstag (21. Juni). Dann erreicht die Sonne ihren nördlichsten Punkt über der Erde und am Mittag ihren höchsten Stand des Jahres.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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