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Unglück mit Flüchtlingsboot Drei Menschen sterben vor Kreta, Dutzende werden vermisst

21.02.2026, 09:41 Uhr
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Immer wieder verunglücken in den vergangenen Jahren überfüllte Flüchtlingsboote wie dieses und fordern Menschenleben. (Foto: picture alliance/dpa/Ärzte ohne Grenzen)

Rettungskräfte suchen vor der Küste Kretas mit einer großangelegten Rettungsaktion noch immer nach Überlebenden. Zuvor war ein Boot, das aus Libyen kam, mit mindestens 50 Personen an Bord gekentert.

Bei einem Bootsunglück vor der Mittelmeerinsel Kreta sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern soll es sich um Migranten handeln, die von Libyen aus nach Kreta und damit in die EU gelangen wollten. Wie der griechische Rundfunk ERTNews berichtet, konnten 20 Menschen gerettet werden. 27 weitere gelten nach Angaben des kretischen Nachrichtenportals ekriti.gr als vermisst. Mehrere Schiffe beteiligen sich an der Suche nach den Vermissten, so der griechische Rundfunk weiter.

Das Unglück ereignete sich rund 15 Seemeilen (knapp 28 Kilometer) südlich von Kaloi Limenes im Süden der beliebten Touristeninsel, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Kreise der Küstenwache. In der Region wehen nach Angaben des Wetteramtes starke südliche Winde, die die Rettungsarbeiten erschweren.

Schleuserbanden bringen immer wieder Migranten von Libyen und der Türkei nach Kreta oder auf die griechischen Inseln der östlichen Ägäis. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten über den Seeweg griechische Inseln und damit die EU. Im östlichen Mittelmeer registrierte das Hilfswerk im Vorjahr 107 Todesopfer. Offiziere der griechischen Küstenwache gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Erst vor knapp zwei Wochen waren bei einem weiteren Unglück vor der Insel Chios 15 Migranten ums Leben gekommen.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa

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