Bakterium lauert im TrinkwasserDrei Tote nach Legionellen-Infektionen in Österreich

Legionellen sind wärmeliebende Bakterien, die schwere Lungenentzündungen auslösen können. Die meisten Infektionen werden durch Kontakt mit kontaminiertem Trinkwasser ausgelöst. In Österreich sterben drei Menschen an den Folgen einer Infektion.
In Österreich sind drei Menschen an Legionellen-Infektionen gestorben. Wie die Behörden mitteilten, war es im Großraum Linz in Oberösterreich seit dem 20. Juli zu einem gehäuften Auftreten von Erkrankungen durch das Bakterium gekommen. Seitdem seien insgesamt 26 Menschen erkrankt, drei von ihnen seien in den vergangenen Tagen gestorben.
Als Quelle des Ausbruchs gelten verkeimte Kühltürme eines Unternehmens in Linz. Trotz laufender intensiver Untersuchungen und erster Ergebnisse könne derzeit aber "noch nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die verantwortliche Quelle bereits identifiziert ist", erklärte die österreichische Gesundheitsbehörde.
Legionellen sind wärmeliebende Bakterien, die sich in Wasser und Böden vermehren und schwere Lungenentzündungen auslösen können, wenn Menschen das verkeimte Wasser in Form feinster Tröpfchen einatmen. Die meisten Infektionen werden durch Kontakt mit kontaminiertem Trinkwasser ausgelöst, Infektionsquellen können aber auch Klimaanlagen, Luftbefeuchter oder Whirlpools sein.
Viele Infektionen verlaufen harmlos und ähneln eher leichten Erkältungen. Vor allem ältere und geschwächte Menschen sind aber gefährdet, bei schweren Verläufen können neben Lungenentzündungen auch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall auftreten. Infektionen lassen sich mit den richtigen Antibiotika in aller Regel gut behandeln.
In Deutschland erkrankten zuletzt jeweils mehr als 2000 Menschen an der Legionärskrankheit, wobei größere Ausbrüche selten sind. 2024 verstarben laut Robert Koch-Institut 104 Patienten, 2023 verstarben 115 Menschen.