Panorama

Exzesse bei Goa-Party Drogenkonsum kostet junge Frau das Leben

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Die Polizei ermittelt nach der Goa-Party in mehr als 100 Fällen wegen Drogenbesitzes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Goa-Party bei Ludwigslust sorgt für Negativschlagzeilen. Ein psychisch kranker Teilnehmer wird nackt in einem geklauten Wagen erwischt und eine 26-Jährige stirbt vermutlich an Rauschgift. Für Aufsehen sorgt auch ein ungewöhnlicher Drogenfund.

Nach einer Goa-Party in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei in mehr als 100 Fällen wegen Drogenbesitzes ermittelt. Bei Kontrollen während des Festivals bei Ludwigslust am vergangenen Wochenende beschlagnahmten die Beamten bei Besuchern Cannabisprodukte und Amphetamine, aber auch Ecstasypillen und Kokain, wie die Polizei mitteilt.

Vier Tage nach dem Ende des Festivals stahl ein nackter und berauschter Mann ein Auto. Der 28-Jährige fuhr am Freitagabend mit dem Kastenwagen eines Landwirts davon, der in der Nähe des Festivalgeländes abgestellt war, erklärte ein Sprecher. Nach etwa einem Kilometer konnten die Beamten den Mann stoppen. Ein Zeuge hatte den nackten Fahrer bemerkt und die Polizei alarmiert. Der Mann gilt den Angaben zufolge als psychisch krank. Nach bisherigen Ermittlungen gehen die Beamten davon aus, dass der Mann seit dem Ende des Festivals am Montag weiterfeierte.

Bei der mehrtägigen Party war eine 26-jährige Litauerin, die in Dänemark wohnte, ums Leben gekommen. Sie war laut Polizei vermutlich wegen Drogenkonsums zusammengebrochen und später in einem Krankenhaus gestorben. Für Aufsehen sorgte auch der Fall eines Paars, das 43 Portionstütchen Amphetamine und 23 Ecstasy-Tabletten in Frischhaltedosen mit Gulaschsuppe versteckt hatte.

Namensgebend für die Goa-Bewegung waren Trance-Partys im Freien, die in den späten achtziger Jahren im indischen Bundesstaat Goa gefeiert wurden und heute vor allem in Europa große Popularität genießen.

Quelle: ntv.de, kbe/dpa