Panorama

Womöglich mehr als 300 Opfer Dutzende Tote bei Fährunglück in Tansania

Auf dem Victoriasee in Tansania kommt es zu einem tragischen Fährunglück. Ein Schiff soll mit mehreren Hundert Menschen an Bord gekentert sein. Bislang können nur wenige von ihnen gerettet werden.

Nach einem Fährunglück auf dem Victoriasee in Tansania ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 131 gestiegen. Nachdem die Suche nach Überlebenden am Morgen wieder aufgenommen wurde, sind weitere Leichen aus dem Wasser geborgen worden, wie John Mongella, der Regierungsvertreter in der Region Mwanza, sagte.

Knapp 100 Menschen wurden demnach am Donnerstag gerettet. Ersten Schätzungen zufolge waren mehr als 300 Menschen an Bord, die exakte Zahl war aber zunächst nicht bekannt. An Bord wurde auch Fracht transportiert, darunter Säcke mit Mais und Zement. Die Unglücksursache ist bislang nicht bekannt, allerdings sind überladene Schiffe immer wieder Ursache für Unglücke in dem Gebiet.

Das Schiff war auf dem Victoriasee zwischen Bugolora und der Insel Ukara unterwegs. Die Rettungsarbeiten wurden bis Sonnenaufgang am Freitag ausgesetzt. Mit einer Fläche von rund 68.800 Quadratkilometern ist der Victoriasee einer der größten Seen der Erde.

Bei einem Fährunglück in der Region waren 1996 Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Wie viele genau im Binnenmeer zwischen Kenia, Uganda und Tansania umgekommen sind, ist bis heute nicht bekannt. Die offizielle Todeszahl wurde später auf 894 beziffert - es könnten aber auch viel mehr gewesen sein. Korrekte Passagierlisten gab es damals nicht auf dem Schiff, das nur für 430 Passagiere zugelassen war.

Quelle: n-tv.de, jgu/rts/dpa/AFP