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Großeinsatz auf Schwäbischer Alb Eingeschlossene aus Höhle gerettet

Zwei Männer sind in der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg eingeschlossen. Steigende Wassermassen verhindern, dass sie die Höhle wieder verlassen können. Nach einem Tag des Ausharrens sind nun beide gerettet.

Die beiden Männer, die seit Sonntag eingeschlossen in der Falkensteiner Höhle ausharren mussten, sind gerettet worden. "Beide sind guter Dinger, wohlauf und es ist alles okay", sagte Markus Metzger vom Rettungsdienst. Demnach seien beide jedoch unterkühlt - in der Höhle herrschten acht Grad und eine 90-prozentige Luftfeuchtigkeit. Einer der beiden sei in ein Krankenhaus gebracht worden. "Aber sie hatten eigentlich keine Probleme." Steigende Wassermassen hatten den beiden Höhlengängern in Baden-Württemberg am Vorabend den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst.

Die beiden Männer saßen den Angaben zufolge etwa 650 Meter tief in der Falkensteiner Höhle fest. Vier Höhlenretter drangen zu ihnen vor und versorgten sie in der sogenannten Reutlinger Halle, einem größeren Hohlraum, mit Wärmedecken und warmem Essen. Etwa 90 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Höhlenrettung waren zum Einsatzort bei Grabenstetten geeilt. Bei den Eingeschlossenen handelte es sich laut Polizei um einen Höhlen-Guide aus der Region sowie einen 26-jährigen Mann, der den Guide gebucht hatte. Für den Einstieg bei steigendem Wasser kritisierte Jens Hornung von der Malteser Höhenrettung den verantwortlichen Höhlenführer: "Da kommt man als Profi nicht drauf", erklärte er.

Die Rettung erst am Morgen zu versuchen, war von den Einsatzkräften nicht nur wegen des Tageslichts so geplant. Auch der Wasserspiegel sei über Nacht gesunken, was die Tauchgänge durch die einzelnen Siphons auf dem Weg nach draußen erleichterte. Etwa eineinhalb bis zwei Stunden seien innerhalb einer Höhle zeitlich nötig, um die 650 Meter zurückzulegen.

Die Falkensteiner Höhle liegt auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Bad Urach und ist ein beliebtes Touristenziel. Auf der Tourismus-Webseite der Stadt Bad Urach heißt es, sie sei eine "aktive Wasserhöhle", aus der der Fluss Elsach ins Freie entspringe. Und: Touren in die Höhle seien nicht ungefährlich. "Bei erwartetem Starkregen und Gewittern sind keine tiefen Touren in die Falkensteiner Höhle möglich. Zu empfehlen ist eine Tour (...) mit einem erfahrenen Höhlen-Guide."

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Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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