Einigung nach SammelklageBank of America zahlt Epstein-Opfern 72,5 Millionen Dollar

Der Sexualstraftäter und Millionär Jeffrey Epstein war bis in die höchsten Kreise vernetzt. Verschiedene Banken stehen unter Verdacht, verdächtige Finanzleistungen ignoriert zu haben. Auch eine US-Großbank muss sich rechtfertigen.
Die Bank of America legt eine Sammelklage von Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gegen Zahlung von 72,5 Millionen Dollar bei. "Wir bleiben zwar bei unseren früheren Aussagen in den Gerichtsunterlagen zu diesem Fall, wonach die Bank of America keine Verbrechen im Zusammenhang mit sexuellem Menschenhandel begünstigt hat, aber diese Einigung erlaubt es uns, die Angelegenheit hinter uns zu lassen und hilft den Klägerinnen, damit abzuschließen", teilte das Institut mit.
Die Frauen hatten der zweitgrößten US-Bank vorgeworfen, verdächtige Finanztransaktionen im Zusammenhang mit Epstein ignoriert zu haben. Ein Richter muss dem Vergleich noch zustimmen. Zuvor hatten andere Großbanken in ähnlichen Klagen von Epstein-Opfern Vergleiche geschlossen, darunter JPMorgan Chase über 290 Millionen Dollar und die Deutsche Bank über 75 Millionen Dollar.
Epstein hatte über Jahre hinweg einen Ring zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger unterhalten und weltweit Kontakte zu hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Adel gepflegt. Er wurde im Juli 2019 festgenommen und nahm sich den US-Behörden zufolge einen Monat später in einer New Yorker Gefängniszelle das Leben.