Panorama

Klimawandel beschleunigt Prozess Eisberg in Größe von London abgebrochen

Das Abbrechen von Eisbergen in der Antarktis ist ein natürlicher Vorgang. Nun ist allerdings ein regelrechter Eis-Gigant in der Nähe der britischen Forschungsstation Halley VI ins Meer gestürzt - mit einer Fläche so groß wie die des Großraums London.

In der Antarktis ist ein riesiger Eisberg von der Größe des Großraums von London vom Schelfeis abgebrochen. Der Eisberg mit einer Fläche von 1270 Quadratkilometern sei Teil des 150 Meter dicken Brunt-Schelfeises gewesen, teilte das Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey (BAS) mit. Der Eisriese stürzte unweit der britischen Forschungsstation Halley VI ins Meer.

Das zwölfköpfige Forschungsteam hatte die Station bereits Anfang des Monats wegen des anstehenden Winters verlassen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Basis vom Kalben des Schelfeises, wie der Vorgang genannt wird, betroffen sei, erklärte BAS.

Schon vor rund zehn Jahren hatten Wissenschaftler erste Risse in dem Schelfeis beobachtet. Am Freitagmorgen verbreiterte sich einer der Risse um mehrere hundert Meter, bevor der Eisbrocken schließlich abbrach.

Das Abbrechen von Eisbergen ist in der Antarktis ein natürlicher Vorgang, allerdings wird dieser Prozess durch den Klimawandel beschleunigt.

Quelle: ntv.de, can/AFP