Panorama

Bluttat an mexikanischer Schule Elfjähriger erschießt seine Lehrerin

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Die Bluttat ereignete sich im nördlichen Bundesstaat Coahuila. (Symbolbild)

(Foto: REUTERS)

An einer mexikanischen Privatschule verschwindet ein elfjähriger Schüler für viele Minuten auf einer Toilette. Als seine Lehrerin nach ihm sucht, eröffnet er plötzlich das Feuer. Aufgrund seines T-Shirts ziehen die Ermittler eine Verbindung zum Massaker von Columbine.

In Mexiko hat ein elf Jahre alter Schüler seine Lehrerin erschossen und sich anschließend selbst getötet. Zudem hat der Junge fünf Schulkameraden und einen weiteren Lehrer verletzt. Der Vorfall habe sich in einer Privatschule im nördlichen Bundesstaat Coahuila ereignet, teilte Gouverneur Miguel Ángel Riquelme mit.

Die Bluttat trug sich kurz nach Unterrichtsbeginn in der Grundschule in der Stadt Torréon zu. Der Elfjährige habe seine Lehrerin zunächst darum gebeten, zur Toilette gehen zu dürfen, sagte Riquelme. Nachdem der Junge eine Viertelstunde später immer noch nicht zurückgekehrt war, habe die Lehrerin nach ihm gesucht. Daraufhin sei er mit zwei Schusswaffen aus den Toilettenräumen gekommen und habe das Feuer eröffnet.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Der Junge erschoss laut Riquelme die 50-jährige Lehrerin und verletzte fünf Schüler und einen weiteren Lehrer, die gerade vorbeiliefen. Sie seien mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Anschließend habe das Kind die Waffe gegen sich selbst gerichtet und Suizid begangen. Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang offen.

Erinnerung an Columbine

Nach Angaben von Riquelme war der Elfjährige zuvor nicht verhaltensauffällig gewesen. Er habe aber am Morgen zu seinen Klassenkameraden gesagt, dass "heute der Tag gekommen" sei. Auf der Toilette habe der Elfjährige ein T-Shirt mit der Aufschrift "Natural Selection" angezogen. Ein T-Shirt mit dieser Aufschrift hatte auch einer von zwei Schützen an der US-High-School Columbine getragen, wo im Jahr 1999 zwölf Mitschüler und ein Lehrer erschossen wurden. Die Staatsanwaltschaft prüft vor diesem Hintergrund ein Zusammenhang mit der Schießerei in Columbine.

Anders als in den USA sind Amokläufe an mexikanischen Schulen selten. Im Jahr 2017 hatte ein 15-Jähriger fünf Klassenkameraden an einer High School in der nordmexikanischen Stadt Monterrey verletzt. Im Jahr 2014 hatte ein 15-Jähriger im Zentrum des Landes einen Klassenkameraden erschossen.

Quelle: ntv.de, chr/AFP