"Er ist in Panik geraten"Rentner hat Angst vor Spionage und schießt Drohne ab

In Frankreich möchte der Bürgermeister einer Gemeinde den Zustand der Dächer mit einer Drohne prüfen. Ein 76-Jähriger befürchtet stattdessen, dass Einbrecher damit sein Grundstück auskundschaften. Er greift zum Gewehr. Das bleibt für ihn nicht ohne Konsequenzen.
Ein misstrauischer Rentner hat in Südfrankreich eine über sein Grundstück fliegende Drohne kurzerhand abgeschossen, weil er befürchtete, von Einbrechern ausspioniert zu werden. Tatsächlich aber hatte die Gemeindeverwaltung die Drohne eingesetzt, um den Zustand der Dächer der Gebäude der Gemeinde zu überprüfen, berichtete der Sender BFMTV.
"Alles verlief normal, bis wir über den Festsaal flogen", sagte der Bürgermeister von Nohic, Julien Castagne. Mit einem einzigen Gewehrschuss holte der 76-jährige Nachbar die Drohne aus der Luft.
"Er ist ein netter Mensch, aber er ist in Panik geraten", meinte der Bürgermeister. Der Rentner dachte, dass die Drohne über sein Grundstück flog, um es für künftige Einbrüche auszukundschaften. Verletzt wurde niemand, die Drohne war aber nicht mehr einsatzfähig. Nach seiner rabiaten Flugabwehraktion nahmen die Gendarmen den Rentner mit auf die Wache und leiteten eine Untersuchung ein.