Panorama

Epizentrum südöstlich von Bodrum Erdbeben erschüttert türkische Urlaubsregion

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Bodrum war bereits vom Seebeben vor zwei Wochen betroffen gewesen.

(Foto: REUTERS)

Erst vor zwei Wochen bebt in der Ägäis die Erde - besonders schlimm trifft es die griechische Insel Kos, wo zwei Menschen sterben. Mitten in der Feriensaison kommt es nun nahe der türkischen Urlaubsregion Bodrum zu einem Beben. Ob es Verletzte gibt, ist unklar.

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Mitten in der Urlaubssaison hat ein Beben der Stärke 5,3 den touristischen Südwesten der Türkei erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich der Erdstoß 14 Kilometer südöstlich des Küstenortes Bodrum. Zahlreiche Menschen rannten auf die Straßen, wie der türkische Sender NTV berichtete. Die Behörden meldeten aber zunächst keine Schäden oder Verletzte.

Bodrum gilt sowohl bei Einheimischen als auch Touristen als beliebtes Urlaubsziel. Auch der ehemalige "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann macht in dem Badeort aktuell Ferien. Eine Augenzeugin berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Erde schon die ganze Nacht über gebebt habe. "Ich habe mir die Schuhe angezogen und bin in einen anderen Raum geflüchtet. Es hat die ganze Zeit gewackelt. Es hat sehr lange gedauert."

Offenbar handelt es sich bei den Erdstößen um ein Nachbeben des Seebebens der Stärke 6,7, das am 21. Juli die Mittelmeer-Region erschüttert hatte. "Wir hatten damit gerechnet", sagte der Seismologe Gerasimos Houliaras im griechischen Rundfunk. Damals waren auf Kos zwei Menschen - ein Schwede und ein Türke - getötet und Hunderte verletzt worden.

Die Türkei liegt auf wichtigen tektonischen Bruchzonen und wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Seit Jahresbeginn gab es in der Ägäis-Region eine Reihe von Beben der Stärke 5 und mehr.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

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