Panorama

Nach Vergewaltigung von Camperin Ermittler stellen in Bonn Täter-DNA sicher

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Ein Phantombild brachte der Polizei bisher viele Hinweise ein - aber keine heiße Spur.

(Foto: Polizei Bonn)

Die Polizei in Bonn geht nach der Vergewaltigung einer Camperin etwa 20 Hinweisen nach - eine heiße Spur haben die Ermittler bisher aber nicht. Auch ein Phantombild brachte keinen Erfolg. Sichergestellte DNA könnte die Täterschaft zweifelsfrei belegen.

Nach der Vergewaltigung einer Camperin am Wochenende in Bonn fehlt den Ermittlern noch eine entscheidende Spur zum Täter. "Es gibt keine Festnahme bislang", sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Mit Hochdruck gehe sie etwa 20 Hinweisen nach - die Beamten seien entsprechend in mehreren Teams unterwegs. Nach WDR-Informationen stellten die Fahnder auch DNA-Material des Täters sicher.

Die 23-Jährige und ihr Freund waren nach Ermittlerangaben in der Nacht zum Sonntag auf einem Zeltplatz im Bereich der Siegaue überfallen und mit einem größeren Messer - ähnlich einer Machete - bedroht worden. Der Täter zwang die Frau aus dem Zelt, vergewaltigte sie und floh in Richtung Rhein. Erst dann alarmierte der 26 Jahre alte Freund die Polizei und Rettungskräfte. Die Ermittler nannten dieses Verhalten angesichts der Gefährlichkeit der Situation "besonnen", berichtete der "Kölner Express".

Polizeisprecher Robert Scholten sagte dem Blatt, das Maß an krimineller Energie, welches der Täter an den Tag gelegt habe, deute darauf hin, dass es nicht "seine erste Tat" gewesen sein könnte. Bei der Fahndung nach dem Täter setzte die Polizei am Sonntag auch einen Hubschrauber und einen Spürhund ein.

Detaillierte Personenbeschreibung

Das Paar konnte eine sehr gute Beschreibung des Verdächtigen abgeben. Mit einem Phantombild, das am Montag veröffentlicht wurde, will die Polizei weitere mögliche Zeugen in dem Fall finden. Die beiden schwer betroffenen Opfer werden seelsorgerisch betreut. Sie sollen nach Informationen des "Kölner Express" nicht aus Bonn stammen.

Das junge Pärchen beschrieb den Täter als etwa 1,80 Meter großen, dunkelhäutigen Mann von schmaler Statur, der zwischen 20 und 30 Jahre alt ist. Am Tatabend trug er demnach eine helle Jeans und eine Sommerjacke. Er habe zudem gebrochenes Englisch gesprochen. Wer Hinweise zum Verdächtigen machen kann, soll sich laut Polizei unter der Rufnummer 0228-151021 bis -23 melden.

Quelle: ntv.de, jug/dpa