Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Erste Hitzewelle des Sommers rollt an

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Nächste Woche lässt es sich wohl am besten an einem schattigen Plätzchen aushalten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf Deutschland kommt eine Hitzewelle zu, die es in sich hat: Sind die Temperaturen zunächst noch recht angenehm, erwarten uns im Laufe der Woche die bislang heißesten Tage des Jahres. Dann drohen auch schwere Unwetter, warnt ntv-Meteorologe Björn Alexander.

Bitte jetzt noch einmal schnell durchlüften. Denn das geht zu Wochenbeginn noch ganz gut, bevor uns Hitze aus dem Südwesten Europas und dem Norden Afrikas erreicht. In den vergangenen Tagen erlebte beispielsweise Spanien schon mal bis knapp 40 Grad. Und ähnliche Werte blühen Teilen Deutschlands in der neuen Wetterwoche ebenfalls.

Die erste Hitzewelle des Sommers 2021 rollt auf Deutschland zu und dürfte am Donnerstag und Freitag ihren Höhepunkt erreichen. Dann sind vom Südwesten bis rüber in den Osten Spitzenwerte von bis zu 36 beziehungsweise 37 Grad möglich. Vielleicht sogar etwas darüber. Derweil kommen der Westen und der Nordwesten in puncto Hitzewelle noch eher glimpflich davon, was aber nicht heißt, dass das Wetter hier weniger anstrengend und schweißtreibend werden könnte.

Nach einem noch recht angenehmen Wochenstart in trockener Sommerluft und eher frischen Nächten legt die Schwüle nämlich ab Mittwoch von Südwesten her spürbar zu. Erst mit Tropennächten und Tiefstwerten nicht unter 20 Grad in den Ballungsräumen und anschließend mit einem erhöhten Gewitterpotenzial.

Da die Luft enorm energiegeladen sein dürfte und sich von Westen parallel eine Abkühlung ankündigt, könnte sich spätestens ab Freitag von West nach Ost eine zum Teil erhebliche Gewitterlage mit sehr großem Unwetterpotenzial einstellen. Für Details dafür ist es jedoch leider noch zu früh.

Zumindest aber gibt es zuvor noch eine wohl wirklich beruhigende Nachricht für alle EM-Mitfiebernden und das Eröffnungsspiel der deutschen Elf am Dienstagabend. Denn auch wenn gerade entlang der Landesmitte auch mal kompaktere Wolken unterwegs sein können, so dürfte es deutschlandweit trocken und mit Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad in den späteren Abend gehen. Hier die übrigen Fakten für die hochsommerliche Wetterwoche:

Das Wetter am Montag: Viel Sonne und gute Sommerwerte

Mal abgesehen vom Norden, wo später mal kompaktere Wolkenfelder durchziehen, verläuft der Wochenstart durch Hoch "Yona" verbreitet sehr sonnig. Gleichzeitig steigen auch die Temperaturen erneut in Richtung Sommer mit Tageshöchstwerten zwischen 22 Grad an der Nordsee und 31 Grad am Oberrhein. Im Südwesten gibt es somit den ersten Tag der Hitzewelle, bei der mindestens an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Hitzemarke von 30 Grad geknackt werden muss, damit sie überhaupt zu einer wird.

Das Wetter am Dienstag: Der Hochsommer macht weiter

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Insbesondere im Südwesten geht der Hochsommer mit Spitzenwerten bis zu 32 Grad im Breisgau in die Verlängerung, während im Norden mal kurz frischere Luft vorbeischaut. Zudem ein teils lebhafter Wind. Wirklich kalt wird es dabei aber auch bei den Nordlichtern nicht bei Höchstwerten um die 20 Grad.

Das Wetter am Mittwoch: Viel Sonne und bis zu 35 Grad

Die Spitzenwerte klettern weiter nach oben, sodass die Temperaturen am Mittwoch auf 24 Grad ganz im Norden und auf bis zu 35 Grad am Rhein kommen. Hierbei dominiert meistens die Sonne, und auch letzte Wolkenfelder im Osten werden immer dünner.

Das Wetter am Donnerstag: Die Hitze holt mächtig aus

Auf den Inseln und an der See ist es mit rund 25 Grad noch am frischesten. Ansonsten geht es auf in Richtung Hitzemarke von 30 Grad oder deutlich darüber. Der Hotspot ist einmal mehr der Südwesten, und damit ist die erste Hitzewelle mit den heißesten Werten des Jahres bisher erreicht. Erst nachmittags und am Abend sind in der Westhälfte vereinzelt erste Hitzegewitter drin.

Das Wetter am Freitag: Extreme Hitze trifft auf schwere Gewitter

Im Süden und Osten macht der Hochsommer weiter, wobei sich der Hitzeschwerpunkt mehr in den Osten verlagert. Denn gleichzeitig drückt von Westen her weniger heiße Luft heran. Damit sind vom Schwarzwald über die Eifel bis hinauf an die Nordsee teils schwere Gewitter mit der Gefahr von Unwettern durch Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Das zeigen ebenfalls die Temperaturen: 23 bis 30 Grad in der mitunter recht schwülen Gewitterluft und bis zu 37 Grad im heißen Osten. Selbst Spitzen etwas darüber sind nicht auszuschließen.

Das Wetter am Wochenende: Teils schwülwarm bis -heiß und gewittrig

Das Thema Hochsommer ist bei Höchstwerten zwischen 22 und 33 Grad noch nicht durch. Allerdings kommt hierbei die Schwüle mit der weniger heißen Luft immer weiter ostwärts voran. Eine durchaus brisante Wetterlage, die zum Teil mit intensiven Gewittern einhergehen dürfte. Am längsten hält sich die Hitze noch ganz im Osten, wo es dementsprechend am längsten hochsommerlich bleibt, während es weiter westwärts mit eher normalen Sommerwerten um die 25 Grad weitergehen dürfte.

Quelle: ntv.de

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