Panorama

Studie soll Dosierung klären Erste Kinder mit Biontech geimpft

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Auch die Placebo-Gruppe erhält sechs Monate nach dem Test den Biontech-Impfstoff.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die Wirksamkeit von Impfstoffen ist bei Kindern noch nicht erforscht. Nach einem ersten Testlauf bei Teenagern prüfen Biontech und Pfizer Sicherheit und Verträglichkeit ihres Vakzins an deutlich jüngeren Menschen. Die Konkurrenz war da allerdings schneller.

Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase-1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Biontech ntv mit. Pfizer testet drei verschiedene Dosierungen bei den jüngeren Kindern. Das Unternehmen erwartet, dass an der Studie rund 4500 Kinder teilnehmen werden.

Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden, hieß es weiter. "Wir sind stolz, diese dringend benötigte Studie für Kinder und Familien, die sehnlich auf eine mögliche Impfoption warten, zu machen", erklärte Pfizer. Das Vakzin könne hoffentlich ab Anfang 2022 auch bei dieser Altersgruppe eingesetzt werden.

Zuvor hatte das Unternehmen bereits begonnen, seinen Corona-Impfstoff auf Grundlage der mRNA-Technologie bei Kindern zwischen 12 und 15 Jahren zu testen. Das US-Unternehmen Moderna sowie der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hatten schon vor Biontech/Pfizer damit begonnen, ihre Corona-Impfstoffe an jüngeren Kindern zu testen. Der US-Hersteller Johnson & Johnson will diesem Beispiel bald folgen.

Kinder bleiben in der Regel zwar von schweren Covid-19-Verläufen verschont, vereinzelt gibt es aber auch bei ihnen schwere Erkrankungen bis hin zu Todesfällen. Außerdem kann eine Corona-Infektion bei Kindern das gefährliche Entzündungssyndrom MIS-C auslösen. Davon abgesehen können infizierte Kinder das neuartige Coronavirus weitertragen. Zur Erreichung einer Herdenimmunität müssen in vielen Ländern auch die Kinder geimpft werden.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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