Panorama
Viele Raucher sind inzwischen Dampfer.
Viele Raucher sind inzwischen Dampfer.(Foto: picture alliance / Rainer Jensen)
Donnerstag, 17. Mai 2018

"Projektilwunden am Kopf": Erster Toter durch E-Zigarette

E-Zigaretten werden immer beliebter, sind aber nicht unumstritten. Dabei geht es vor allem um die Inhaltsstoffe. Vielleicht ist aber auch die Konstruktion fragwürdig. In den USA stirbt nun offenbar ein Mann, weil sein Rauchutensil explodierte.

Erstmals ist in den USA offenbar ein Mensch durch die Explosion einer E-Zigarette ums Leben gekommen. Einem Bericht der "Tampa Bay Times" zufolge starb Tallmadge D'Elia am 5. Mai im Schlafzimmer seines Hauses in St. Petersburg, im US-Bundesstaat Florida.

Feuerwehrleute entdeckten die Leiche des 38-Jährigen. In dem Zimmer gab es ihrem Bericht zufolge erhebliche Brandschäden, aber nur wenig Rauch. Die Haut des Mannes war zu 80 Prozent verbrannt. Gestorben war der Mann jedoch nicht daran, sondern an zwei Metallteilen, die in seinen Schädel eingedrungen waren. Der Vater des Toten sprach von einem "schrecklichen Schock".

In den Papieren der Gerichtsmediziner ist die offizielle Todesursache mit "Projektilwunden am Kopf" angegeben. Dabei handelte es sich um Teile der E-Zigarette des philippinischen Herstellers Smok-E Mountain. Ein Firmenvertreter betonte gegenüber Abcactionnews.com, dass die hergestellten Produkte sicher seien. Probleme gebe es aber immer wieder mit Batterien anderer Unternehmen.

Unklar ist, warum es zu der Explosion kam, möglicherweise könnte es tatsächlich Probleme mit der Batterie gegeben haben. Die E-Zigarette ist ein Minigerät aus Akku und elektrischem Vernebler, das mit einem Liquid gefüllt wird. Der Tod wurde als Unfall eingestuft.

Inzwischen sind weltweit einige Vorfälle bekannt, bei denen Menschen durch E-Zigaretten zu Schaden kamen. Mehrere Personen verloren Zähne und erlitten zum Teil erhebliche Verbrennungen im Gesicht und an den Beinen. Der britischen BBC zufolge war eine E-Zigarette auch die Ursache für ein Feuer am Denver International Airport im Januar dieses Jahres.

Quelle: n-tv.de