Panorama
Video
Dienstag, 18. April 2017

Behinderungen und Unfälle: Es schneit wieder - A2-Abschnitt gesperrt

Mit dem Ende des Osterfests schickt der Winter in manche Teile Deutschlands nochmals einen kalten Gruß. In Bayern vereisen Straßen. Lkw bleiben an Hängen liegen. Der Verkehr staut sich. Und es kommt wohl noch kälter.

Schnee und Glätte haben zum Start in die Arbeitswoche vielerorts den Straßenverkehr behindert. In Bayern hatten Autofahrer besonders auf der Autobahn 9 in Oberfranken mit dem Wintereinbruch zu kämpfen, an Steigungen stellten sich dort mehrere Lastwagen quer und verursachten lange Staus. Auch in anderen Teilen Bayerns gab es am Morgen winterliche Straßenverhältnisse. Nach mehreren Kollisionen wurde nach Angaben des NDR die A2 Zweidorfer Holz und Braunschweig-Watenbüttel in Richtung Berlin gesperrt. Neun Fahrzeuge waren zusammengestoßen. Es gebe Verletzte. Auf der Gegenrichtung sorgten Gaffer für einen kilometerlangen Stau.

Laut Bayerischem Rundfunk fielen in Garmisch-Partenkirchen 30 Zentimeter Schnee, in Rottach-Egern immerhin noch 15 Zentimeter. Schneeschauer wurden zudem aus Oberpfalz und in Teilen Frankens gemeldet. Obstbauern sorgten sich nun um ihre Bestände. Auch auf dem Rennsteig im Thüringer Wald breitete sich die Weiße Pracht aus.

Bereits zu Wochenbeginn hatte sich der Schnee über Teile NRWs gelegt.
Bereits zu Wochenbeginn hatte sich der Schnee über Teile NRWs gelegt.(Foto: imago/Rene Traut)

n-tv Meteorologe Björn Alexander sagte, dass sich in der ersten Wochenhälfte wohl die kälteste Luft einnistet, die uns Mitte April überhaupt erreichen kann. Zwar sorgt dabei ein Hoch für mehr Sonnenschein. Allerdings ist der wolkenarme Himmel in Kombination mit der Kaltluft ein Garant für sehr kalte Nächte. Der Frost könnte außerdem für erhebliche Schäden an den bereits blühenden Obstbäumen und Weinreben sorgen. Am Wochenende naht wahrscheinlich weitere Polarluft mit neuerlichen Schauern.

Starker Regen und viel Verkehr hatten schon am Montagabend bei Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen zu sechs Autobahnunfällen geführt. Bei den Karambolagen wurden neun Menschen schwer und fünf leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Unter anderem fuhr ein mit 58 jugendlichen Sportlern besetzter Bus in ein Stauende und schob mehrere Autos ineinander.

In Mecklenburg-Vorpommern krachten bei starkem Regen und Hagel am Ostermontag ebenfalls mehrere Fahrzeug zusammen. Die Polizei berichtete von vier Schwer- und vier Leichtverletzten bei den wetterbedingten Karambolagen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte die Autofahrer schon am Ostermontag vor glatten Straßen gewarnt. Ein Polizeisprecher in Darmstadt bestätigte am Dienstag Behinderungen im Berufsverkehr, weil viele Fahrer mit Sommerreifen unterwegs waren. Unfälle habe es dort aber zunächst keine gegeben.

Auch in den kommenden Tagen sind Schneefälle bis in die Niederungen möglich. Bei nächtlichen Tiefstwerten von verbreitet bis zu minus fünf Grad kann es glatt werden.

Quelle: n-tv.de