Panorama
Am Freitagabend erschoss der Mann seine Ex-Freundin im Keller des Restaurants "Paul's".
Am Freitagabend erschoss der Mann seine Ex-Freundin im Keller des Restaurants "Paul's".(Foto: picture alliance / Marius Becker)
Samstag, 14. April 2018

Beziehungstat in Köln: Ex-Freund erschießt Kellnerin in Lokal

Als sie Getränke aus dem Keller eines Restaurants im Kölner Stadtteil Niehl holen will, passiert es: Ein Mann folgt der 50-jährigen Kellnerin, zückt eine Waffe und erschießt sie. Danach richtet er sich selbst. Laut Polizei ist er der Ex-Freund des Opfers.

Ein 49-jähriger Mann hat im Keller eines Kölner Restaurants seine 50-jährige Ex-Freundin erschossen. Anschließend tötete er sich selbst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Leichen waren am Freitagabend in dem Keller gefunden worden. Die Frau arbeitete als Kellnerin in der Gaststätte im Stadtteil Niehl. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der Ex-Freund als Gast in dem Lokal aufgehalten. Er sei der Frau unbemerkt gefolgt, als diese in den Keller ging, um Getränke zu holen. Dann habe er sie mit einer Faustfeuerwaffe erschossen und sich anschließend selbst getötet. Das Motiv der Tat liege "mutmaßlich im zwischenmenschlichen Bereich". Eine Mordkommission der Polizei Köln habe die Ermittlungen aufgenommen.

Über die näheren Hintergründe der Tat gaben die Ermittler nichts weiter bekannt. Auch die Nationalität der beiden Toten ist noch unklar. Das Restaurant in Niehl ist eine Gaststätte mit bürgerlicher Küche, Kegelbahn und Tischen draußen an der Straße. Am Freitagabend sei ein Notruf eingegangen, daraufhin seien Polizisten in das Restaurant in der Friedrich-Karl-Straße gefahren. Offenbar hatte die Wirtin die Polizei benachrichtigt.

Ein Notfallseelsorger war vor Ort und betreute die schockierten Gäste. Die Polizei durchsuchte auch ein in der Nähe des Lokals abgestelltes Fahrzeug. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der beiden Leichen an. Mit weiteren Ergebnissen sei erst am Montag zu rechnen.

Rat und Nothilfe
  • Falls Gefahr eines Suizid besteht: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (Tel.: 0800/111-0-111) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333; wochentags von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und mit Kliniken zu finden. Zudem gibt es viele Tipps für Betroffene und Angehörige.

Quelle: n-tv.de