Panorama

Geldstrafe nicht gezahlt Ex-Frontfrau von Pegida soll in Haft

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Festerling hat Pegida nach einem Streit mit Lutz Bachman verlassen.

(Foto: dpa)

Ein Gericht verurteilt Tatjana Festerling wegen Volksverhetzung - die Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro kann und will die ehemalige Pegida-Frontfrau aber nicht zahlen. Nun fordert die Stadt Dresden sie auf, sich im Frauengefängnis zu melden.

Der früheren Frontfrau der islam- und ausländerfeindlichen Pegida, Tatjana Festerling, drohen vier Monate Gefängnis. Sie kann demnach eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro wegen Volksverhetzung nicht zahlen. Auf ihrer Internetseite veröffentlichte die 54-Jährige ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Dresden. Darin wird sie aufgefordert, bis spätestens zum 9. April eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe im Frauengefängnis Chemnitz anzutreten. Ein Sprecher der Behörde bestätigte eine entsprechende Ladung.

Hintergrund ist ein Strafbefehl wegen Volksverhetzung gegen Festerling, in dem das Amtsgericht im vergangenen Oktober 120 Tagessätze à 25 Euro als Strafe verhängt hatte. In einer Videobotschaft stellte sich Festerling als Opfer politischer Verfolgung dar. Sie wolle und könne die Strafe nicht zahlen, sagte sie. Zugleich bat sie aber Sympathisanten darum, Geld an die Landesjustizkasse zu zahlen, um eine Haftstrafe doch noch abzuwenden.

Das Amtsgericht Dresden hatte den Strafbefehl wegen Volksverhetzung und Beleidigung in insgesamt drei Fällen verhängt. Festerling hatte unter anderem bei Pegida mit Blick auf Flüchtlinge von "muslimischen Wurfmaschinen" und einem "Geburten-Dschihad" gesprochen.

2015 war sie als Kandidatin der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) in Dresden bei der Oberbürgermeisterwahl angetreten und hatte im ersten Wahlgang knapp zehn Prozent der Stimmen geholt. Ein Jahr später hatte sie das Bündnis im Streit mit Pegida-Chef Lutz Bachmann verlassen.

Diesem hatten die britischen Behörden zuletzt die Einreise nach Großbritannien verweigert. Demnach wurde Bachmann am Flughafen Stansted abgewiesen und am Sonntag zurück nach Deutschland gebracht. Seine Anwesenheit in Großbritannien sei "dem Allgemeinwohl nicht zuträglich", hieß es in einer Mitteilung.

Quelle: ntv.de, jgu/dpa