Panorama

Noch immer keine AnklageEx-Hells-Angels-Boss wieder auf freiem Fuß

28.07.2015, 00:02 Uhr
3qrr5255-jpg391229307168363739
Frank Hanebuth bestreitet die Vorwürfe. (Foto: dpa)

Frank Hanebuth sitzt nicht mehr in Untersuchungshaft. Als Gegenleistung muss der Ex-Boss der Hells Angels Zehntausende Euro Kaution hinterlegen und Auflagen einhalten. Eine Anklage gibt es immer noch nicht.

Der ehemalige Rocker-Boss Frank Hanebuth ist aus der spanischen Untersuchungshaft entlassen worden. Das bestätigte sein Anwalt Götz von Fromberg: "Ich habe mit ihm telefoniert. Er ist draußen und will jetzt erstmal zur Ruhe kommen." Der 50-Jährige musste eine Kaution von 60.000 Euro hinterlegen. Zudem muss er sich regelmäßig bei einer spanischen Behörde melden und in Spanien bleiben. Die Freilassung geht auf eine Entscheidung des Obersten spanischen Gerichts auf die Beschwerde der Verteidigung hin zurück.

Der langjährige Präsident der inzwischen aufgelösten Hells Angels in Hannover wurde von Ermittlern als europaweit einflussreicher Rocker-Boss eingestuft. Vor zwei Jahren war er zusammen mit anderen Rockern auf Mallorca festgenommen worden. Dem 50-Jährigen wird die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel, Erpressung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Geldwäsche zur Last gelegt. Hanebuth hatte die Vorwürfe stets bestritten. Er war im Gefängnis im andalusischen Cádiz inhaftiert, wo auch Terroristen und Schwerverbrecher einsitzen.

Eine Anklage liegt gegen Hanebuth noch nicht vor. Vor einem Monat hatte ein Ermittlungsrichter in Madrid entschieden, dass Hanebuth bis zu zwei weitere Jahre in Haft bleiben sollte. Gegen diesen Beschluss legten die Verteidiger Beschwerde ein.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa

GefangeneHells AngelsRockerSpanien