Panorama

Umweltkatastrophe droht Explosion auf Öltanker vor Sri Lanka

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Mindestens zwei Crewmitglieder sind verletzt, eines ist vermutlich in den Flammen gestorben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Frachter soll 270.000 Tonnen Öl von Kuweit nach Indien bringen. Vor der Ostküste Sri Lankas geht der Maschinenraum in Flammen auf. Bis auf ein Mitglied kann die Crew gerettet werden. Doch weil Öl ins Meer läuft, droht eine Umweltkatastrophe.

Nach einer Explosion im Maschinenraum eines Öltankers ist vor der Ostküste von Sri Lanka Öl ins Meer ausgelaufen. Das meldete die Behörde Sri Lankas, die für den Schutz der Meeresumwelt zuständig ist. Das Feuer hätte sich auf dem Tanker auf das Deck ausgebreitet, teilte die Luftwaffe des Landes mit. Die Löscharbeiten mit zwei Helikoptern mussten am Abend unter anderem aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und starker Winde abgebrochen werden. Laut eines Armeekommandanten drohen 270.000 metrische Tonnen Öl ins Meer auszulaufen.

Von 23 Crewmitgliedern konnten laut eines Marinesprechers 22 gerettet werden. Mindestens zwei seien verletzt worden. Ein philippinisches Crewmitglied sei vermutlich in den Flammen im Maschinenraum gestorben. Der 330 Meter lange Tanker "New Diamond" hatte nach der Explosion einen Notruf abgesetzt. Das Schiff, das in Panama registriert ist, sollte das Öl von Kuwait nach Indien bringen. An Bord hatte er nach Angaben der srilankischen Marine neben den 270.000 Tonnen Rohöl auch 1700 Tonnen Diesel.

Gefahr für Unterwasserparadies

Sollte auch nur ein Teil der 270.000 Tonnen Öl an Bord des Tankers ins Meer laufen, "wäre das eine der größten ökologischen Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte", erklärte Greenpeace. In dem Gebiet befindet sich demnach ein "einzigartiges Unterwasserparadies mit Wal- und Riffhaien, Meeresschildkröten und Pott- und Blauwalen".

Laut Marinesprecher Indika de Silva breitete sich das Feuer inzwischen weiter aus. Dennoch bestehe zurzeit keine Gefahr eines Lecks, sagte er. Es werde alles getan, um zu verhindern, dass die Flammen bis zur Ölladung vordringen, fügte er hinzu.

An den Löscharbeiten waren zunächst ein srilankisches Marineschiff sowie ein Schiff der indischen Küstenwache beteiligt. Das benachbarte Indien entsandte dem Sprecher zufolge vier weitere Schiffe der Marine und der Küstenwache und bot Hilfe bei der Überwachung des Brands aus der Luft an. Zudem seien zwei russische Kriegsschiffe auf dem Weg zu dem Tanker.

Quelle: ntv.de, chf/dpa/AFP

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