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Terror nicht ausgeschlossen Explosion in Militärakademie verletzt Soldaten

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Ein Sprengsatz verletzt vier Soldaten in einer Militärakademie in St. Petersburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Sprengkörper in einer russischen Militärakademie verletzt vier Soldaten. Die Behörden ermitteln wegen Mordes. Wer für die Explosion verantwortlich ist, ist noch unklar. Ein Terroranschlag wird nicht ausgeschlossen.

Vier Soldaten sind bei einer Explosion in einer russischen Militärakademie in St. Petersburg verletzt worden. Vermutlich sei eine zu Lehrzwecken verwendete Panzermine in die Luft geflogen, meldeten lokale Medien. Die Hintergründe sind noch unklar. Das Verteidigungsministerium machte bislang keine Angaben, was genau explodiert war. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. Auch ein Anschlag wurde nicht ausgeschlossen. Russland hatte seit seiner Militärintervention in Syrien im Jahr 2015 mehrfach Terrordrohungen erhalten.

Nach einem Bericht der russischen Tageszeitung "Kommersant" wurde ein Paket mit der Bombe unter den Treppenstufen gefunden. Es sei dann beim Versuch explodiert, es unschädlich zu machen. In dem Bericht heiß es, es werde vermutet, ein Schüler oder Angestellter der Akademie selbst könnte die Bombe dort hinterlassen haben.

Die Verletzten schwebten den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr. "Alle sind am Leben: Drei Menschen wurden verletzt", sagte der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow. Ein viertes Opfer sei "leicht verletzt".

Bei der Detonation im zweiten Stock stürzte nach Medienangaben auch eine Treppe ein. 20 Menschen konnten das Verwaltungsgebäude demnach zunächst nicht verlassen. In der Akademie in der nordrussischen Hafenstadt werden Offiziere für die Luftabwehr ausgebildet.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa/AFP

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