Panorama

Rekordträger aus JapanExtrem-Frühchen überlebt mit 268 Gramm

28.02.2019, 13:42 Uhr
Fruehchen
Winzig klein ist der Junge bei seiner Geburt, mittlerweile wiegt er 3,2 Kilogramm. (Foto: Keio University School)

Das weltweit kleinste überlebende Frühchen beweist ein echtes Kämpferherz: Der Junge kann nach sechs Monaten im Krankenhaus endlich nach Hause. Bei seiner Geburt wog er noch nicht einmal 270 Gramm. Er ist nicht nur für seine Eltern ein kleines Wunder.

Ein kleiner Junge, der bei seiner Geburt gerade einmal 268 Gramm gewogen hatte, ist sechs Monate nach seiner Geburt mit einem Gewicht von 3,2 Kilogramm aus dem Keio-Universitätskrankenhaus in Tokio entlassen worden. Damit löst das aufgepäppelte Frühchen das bisher kleinste überlebende Baby der Welt ab, das 2009 mit gerade einmal 274 Gramm in Deutschland auf die Welt kam.

Aufgepaeppelt
Er wurde aufgepäppelt und darf nun endlich nach Hause. (Foto: Keio University School)

Das japanische Baby wurde im August 2018 in der 24. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt, weil es im Mutterleib nicht weiter gewachsen war. Für die Mutter ist das Überleben ihres Frühchens ein kleines Wunder: "Ich bin sehr dankbar, dass er so groß geworden ist, denn ganz ehrlich: Ich war mir nicht sicher, ob er es schaffen würde", sagt sie der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Überlebenschancen für extrem kleine Neugeborene unter 300 Gramm liegen bei weniger als 50 Prozent. Die meisten Kinder, die so leichtgewichtig auf die Welt kommen, verlieren den Kampf ums Überleben, weil ihre Körper zu schwach sind. In der Regel werden Frühchen mehrere Wochen und Monate stationär aufgenommen und müssen dort einiges an Gewicht zunehmen, bevor sie nach Hause dürfen. Die kleinen Säuglinge kommen gleich nach der Geburt in einen Inkubator, umgangssprachlich auch Brutkasten genannt. Dort werden sie überwacht und bekommen Zeit zum Nachreifen. Über spezielle Sonden werden die Babys beatmet, ernährt und bekommen die nötigen Medikamente.

In Deutschland gibt es spezielle Perinatalzentren, die sich auf diese Behandlung von Frühchen spezialisiert haben.

Quelle: sgu

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