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Starkregen, Orkanböen, Tornados Extreme Unwetterfront rollt auf Deutschland zu

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Hohe Temperaturen, starker Wind, Regen und Hagel: Das Wetter wird in den nächsten Tagen ungemütlich. In weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen auf schwere Gewitter mit Starkregen, Orkanböen und möglicherweise sogar Tornados einstellen.

Auf Sonne folgen Blitz und Donner: In Teilen Deutschlands drohen neue heftige Unwetter. Meteorologen erwarten die bisher schwerste Gewitterlage in diesem Jahr. Vielerorts müssen sich die Menschen gegen heftigen Platzregen, Hagel und Orkanböen wappnen. Zudem herrscht eine erhöhte Tornadogefahr.

Los geht es bereits am heutigen Donnerstag. Nach einem meist heiteren Start kann Tief "Dorchen" ab dem Nachmittag schwere Gewitter in den Westen und Nordwesten bringen. Vor allem den Eintracht-Fans könnte die Unwetterfront die Feierlaune vermiesen. 100.000 Fans des Europapokal-Siegers werden heute Abend am Frankfurter Römer zur großen Titelparty erwartet. Das könnte aber eine nasse Angelegenheit werden. "Ausgerechnet zum frühen Abend rechnen manche Wettermodelle mit einer Gewitterlinie, die zur unpassendsten Zeit über Frankfurt hinwegziehen soll", sagt ntv-Meteorologe Carlo Pfaff. Keine guten Aussichten für die Fans. Sie müssen mit starkem Regen und Sturmböen, eventuell sogar Hagel rechnen.

Auch in Nordrhein-Westfalen wird es heute sehr ungemütlich und womöglich sogar gefährlich: Im gesamten Bundesland müssen sich die Menschen ab dem Nachmittag auf unwetterartige Entwicklungen einstellen. In Niedersachsen drohen ebenfalls punktuell Gewitter und Starkregenfälle. Die Menschen im Osten und Süden des Landes bleiben dagegen vorerst verschont. Bei sommerlichen Temperaturen können sie ausgiebig die Sonne genießen. Die Höchstwerte liegen zwischen 27 und 33 Grad.

In der Nacht zum Freitag breiten sich die Gewitter nach Angaben der Meteorologen weiter aus. Auch im Südwesten und Norden kann es dann gebietsweise zu Schauern und Gewittern kommen.

Starkregen, Hagel, Orkanböen

Der Höhepunkt der Unwetterlage wird am Freitag erreicht. Spätestens zum Freitagnachmittag "stehen uns die gefährlichsten und extremsten Stunden bevor", sagt ntv-Meteorologe Paul Heger. "Am Freitag zeigen sich schon in den Vormittags- und Mittagsstunden die ersten Gewitter von Westen bis in die Mitte. Nachmittags kommt dann von Westen das eigentliche Problemtief 'Emmelinde' mit massiven Gewittern und Niederschlägen, Sturm- und Orkanböen, Hagel und Tornadogefahr auf."

Demnach könnten sich dann auch die besonders gefährlichen Superzellen bilden. Das sind sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen.

Als erste Bundesländer trifft das Unwetter Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, später dann auch Hessen und in der Nacht immer mehr die östlichen und südlichen Landesteile. Mit den Schauern und Gewittern kann es dann lokal zu enormen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit kommen. "Innerhalb der Gewitterzellen können binnen kürzester Zeit bis 50, in Extremfällen bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen - so viel wie normalerweise im ganzen Monat", sagt Heger. Im Norden kann es ergiebigen Dauerregen geben. Der Wetter-Experte warnt: "Die Sturm- oder Orkanböen sind am Freitag nicht zu unterschätzen!"

Quelle: ntv.de, hny

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