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Nach Verbot für unter 16-JährigeFast fünf Millionen Social-Media-Konten in Australien gesperrt

16.01.2026, 08:19 Uhr
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Den Onlinediensten drohen Geldstrafen bei Verstößen gegen die gesetzliche Vorgabe. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit Dezember dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Australien keine Social-Media-Konten mehr besitzen. Die Plattformen haben seither 4,7 Millionen Profile blockiert. Die Behörden sprechen von "bedeutenden Ergebnissen".

Infolge des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind in Australien nach Behördenangaben 4,7 Millionen Onlinedienst-Konten blockiert worden. Die "regulatorischen Leitlinien" der australischen Behörden sowie die Zusammenarbeit mit den Plattformen führten bereits zu "bedeutenden Ergebnissen", erklärte die Leiterin der australischen Behörde für Sicherheit im Internet, Julie Inman Grant.

Seit Inkrafttreten des Verbots am 10. Dezember nimmt Australien die Anbieter von Onlinediensten wie Tiktok, Instagram und Snapchat in die Pflicht, die Konten von Nutzern, die unter 16 Jahre alt sind, zu löschen. Plattformen drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet mehr als 28 Millionen Euro, wenn sie keine "angemessenen Maßnahmen" zur Einhaltung der Vorschriften ergreifen. Ob sie das Alter durch die Auswertung von Nutzerdaten, Fotos der Nutzer oder die Vorlage eines Ausweises überprüfen, bleibt ihnen überlassen.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hatte vergangene Woche erklärt, in der Woche bis zum 11. Dezember bereits 331.000 von dem Verbot betroffene Konten in seinem Onlinedienst Instagram blockiert zu haben, 173.000 im Onlinedienst Facebook und 40.000 im Onlinedienst Threads.

Gleichzeitig wiederholte der Konzern seine Forderung, App-Stores zu verpflichten, das Alter der Nutzer zu überprüfen und die Zustimmung der Eltern einzuholen, bevor Minderjährige unter 16 Jahren eine App herunterladen können. Dies sei die einzige Möglichkeit, einen Wettlauf gegen Kinder zu vermeiden, die auf neue Apps ausweichen, um dem Verbot zu entgehen.

Inman Grant erklärte, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob die Plattformen die Vorschriften vollständig einhalten. Die ersten Anzeichen seien jedoch ermutigend.

Quelle: ntv.de, lme/AFP

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