Panorama

Vergewaltigung auf Uni-Toilette Fast sieben Jahre Haft für Täter

Ein 26-Jähriger vergewaltigt eine Studentin auf der Uni-Toilette in München. Dabei bricht er ihr den Arm. Drei Tage später lauert er erneut einer jungen Frau auf - doch diesmal wird er geschnappt. Jetzt ist das Urteil im Prozess gefallen.

Es ist ein Fall, der bundesweit Aufsehen erregte: Eine Studentin wird an einem Nachmittag im Januar auf einer Toilette der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität vergewaltigt. Wenige Tage später kehrt der Täter zum Tatort zurück und wird dort festgenommen. Bei seiner Vernehmung gesteht er die Tat.

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Nun ist das Urteil gegen den Täter gefallen. Das Gericht verurteilte den 26-Jährigen wegen schwerer Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung zu sechs Jahren und neun Monaten Haft, berichtete der Bayerische Rundfunk. Es stellte aber auch eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit fest. Deshalb erfolgt die Unterbringung in einer Psychiatrie. Laut Aussagen eines Arztes leidet der Angeklagte unter akustischen Halluzinationen, ist psychisch schwer krank.

Vergewaltigt und Arm gebrochen

Es war gegen 16 Uhr an jenem 27. Januar, als das Opfer nach einer Vorlesung auf die Toilette ging. Plötzlich stand der Angeklagte vor ihr. In diesem Moment habe sie "realisiert, was los ist", sagte sie laut "Süddeutscher Zeitung" während ihrer Anhörung vor Gericht. "Ich habe gebrüllt wie am Spieß." Doch sie habe erkannt: "Du hast keine Chance."

Ihr Peiniger ist knapp zwei Meter groß und von kräftiger Statur. Laut Anklage drückte er die junge Frau mit seinem Körpergewicht auf einen Mülleimer und warf sich dann auf sie. Dabei brach er ihr den rechten Unterarm. Der Arm war nach einer Fraktur gerade erst wieder verheilt. Durch den Bruch ihres Unterarmes musste die Studentin extreme Schmerzen erdulden. In ihrer Verzweiflung biss sie ihrem Angreifer in Hand, bis diese blutete. Als sie um Hilfe schrie, hielt er ihr Mund und Nase, so dass sie keine Luft mehr bekam. "Dann habe ich aufgehört zu schreien", gab die Frau zu Protokoll. Danach habe sie versucht, den Angeklagten "einzulullen", und ihm gesagt, dass er "ein toller Typ" sei.

Doch er habe darauf bestanden, mit ihr Sex zu haben. Als die Studentin ihrem mutmaßlichen Peiniger sagte, dass das nicht mehr gehe, weil er ihr gerade den Arm gebrochen habe, habe der 26-Jährige ihr zuerst nicht geglaubt. Unter unbeschreiblichen Schmerzen zog sie ihre Daunenjacke aus, er fasste den Arm an, aber der Arm klappte weg. Dann habe der Angeklagte gesagt: "Scheiße, das wollte ich nicht" und sei abgehauen.

Quelle: n-tv.de, dsi

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