Panorama

Staatsschutz ermittelt in BerlinFeuerwerk geht in fahrendem Kleinbus los

02.01.2020, 20:51 Uhr
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Während Sanitäter den Verletzten versorgten, explodierten mehrere Sprengkörper in einem Minibus. (Symbolbild) (Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Sanitäter werden am Neujahrsmorgen auf einen am Boden liegenden Mann aufmerksam gemacht. Vier seiner mutmaßlichen Begleiter steigen in einen Kleinbus, als der Mann versorgt wird. Wenige Momente später steht das Fahrzeug in Flammen.

Bei der Explosion eines Sprengkörpers in Berlin-Köpenick ist ein 31-jähriger Mann am frühen Neujahrsmorgen so schwer verletzt worden, dass er notoperiert werden musste. Nach Polizeiangaben war die Besatzung eines Rettungswagens auf einer Straße angesprochen und auf den auf dem Gehweg liegenden Mann aufmerksam gemacht worden. Als eine Sanitäterin und ihr Kollege den 31-Jährigen versorgten, stiegen demnach offenbar vier Begleiter des Verletzten in einen Kleinbus und fuhren los.

Nach Angaben der Rettungskräfte und weiterer Zeugen waren kurz darauf mehrere laute Detonationen zu hören - offenbar waren verschiedene Feuerwerkskörper im Inneren des Fahrzeugs explodiert. Daraufhin stoppte das Fahrzeug und die Frau sowie die drei Männer flüchteten. Der Bus brannte vollständig aus. Zwei geparkte Autos wurden durch herumfliegende Teile des Wagens beschädigt.

Feuerwehrleute löschten den in Flammen stehenden Kleinbus, während weiterhin Detonationen zu hören waren. Der Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand nicht. Wie es zu den Explosionen kommen konnte und um was für einen Sprengkörper es sich handelte, werde ermittelt, sagte eine Sprecherin der Polizei. Es gebe keine Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Quelle: ibu/AFP/dpa

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