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"Müssen tun, was wir können" Flüchtlinge helfen Lawinenrettern

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Helfer suchen um das verschüttete Hotel herum nach Überlebenden.

(Foto: picture alliance / ANSA/AP/dpa)

Sie kommen aus dem Senegal und Guinea, um in Europa Schutz zu suchen - und wollen nun etwas von der Unterstützung zurückgeben, die ihnen in Italien zuteil wurde: Eine Gruppe junger Flüchtlinge hilft bei der Suche nach Überlebenden der Hotellawine.

Eine Gruppe von Flüchtlingen aus Afrika hat sich am Samstag den Helfern im Lawinengebiet in den italienischen Abruzzen angeschlossen. Die aus dem Senegal und aus Guinea stammenden jungen Schutzsuchenden hätten gefragt, ob sie helfen könnten, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes, Enza D'Alessandro. Demnach sind die Flüchtlinge bereits seit zwei Jahren freiwillige Helfer der Organisation.

In dem Gebiet, in dem eine Lawine ein Hotel unter sich begraben hatte, werde derzeit ein Zelt für die Rettungskräfte eingerichtet, fuhr D'Alessandro fort. Dort sollten die jungen Männer in Schichten arbeiten und etwa beim Kochen helfen. "Zwei von ihnen sind schon vor Ort."

Einer der Helfer, der 20-jährige Barry Misbaou aus Guinea, berichtete von den Schwierigkeiten bei der Arbeit. "Es ist nicht einfach für uns, denn wir machen so etwas zum ersten Mal", sagte er. "Wir sind nicht an die Kälte gewöhnt, aber so ist das Leben und wir müssen tun, was wir können." Es sei gut, zu helfen.

Nach dem Lawinenunglück wurden am Samstag noch immer 23 Menschen vermisst, nachdem in den frühen Morgenstunden vier weitere Überlebende gerettet werden konnten. Die Rettungskräfte, die in 14-Stunden-Schichten arbeiten, zeigten sich zuversichtlich, noch weitere Menschen retten zu können.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP

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