Panorama

Drei Tote vor Kaliforniens Küste Flüchtlingsboot kentert vor San Diego

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Ein Hubschrauber der Küstenwache unterstützt die Suche nach Überlebenden.

(Foto: picture alliance/dpa/FR59680 AP)

San Diego liegt direkt an der mexikanischen Grenze. Schmuggler nutzen die Nähe, um Menschen über das Wasser in die amerikanische Metropole zu schleusen. Ein mutmaßlich weiterer Versuch endet nun mit einem tödlichen Unglück.

Bei einem Unglück mit einem Flüchtlingsboot sind in Südkalifornien drei Menschen gestorben. 27 weitere Menschen wurden nahe der US-Metropole San Diego verletzt, als ihr Boot kenterte und zerbrach, wie die Behörden mitteilten. Der Schlepper des Schiffes soll sich in Polizeigewahrsam befinden.

Das zwölf Meter lange Boot sei nur unzureichend gesichert und stark überfüllt gewesen, sagte der Grenzschützer Jeffery Stephenson zu Reportern. Es war bei dem Unglück auseinandergebrochen. Bei den Insassen handelte es sich offenbar um Migranten, die versuchten, illegal in die USA zu gelangen.

Dem lokalen Sender CBS8 zufolge habe sich das Unglück am Vormittag um 10.15 Uhr vor der bei Ausflüglern beliebten Halbinsel Point Loma ereignet. Bei der Rettungsaktion im Pazifik wurden Hubschrauber der Küstenwache und auch Flugzeuge eingesetzt.

Nach Angaben der Lokalzeitung "San Diego Union-Tribune" mussten die Einsatzkräfte insgesamt fünf Menschen wiederbeleben. Die Einsatzkräfte hätten bei ihrer Ankunft ein großes Feld voller Trümmerteile im Wasser vorgefunden, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Blatt. "Es gibt dort sehr viele Felsen unter Wasser, der Wellengang war sehr stark."

Bei dem Schiff soll es sich der Zeitung zufolge um ein kleines, selbstgebautes Motorboot gehandelt haben, das in Lateinamerika üblicherweise zum Angeln und Fischen eingesetzt wird. Demnach werden solche Boote aber auch oft von Schleusern genutzt, um Flüchtlinge aus Mexiko in die USA zu bringen. Diese Art der illegalen Einreise habe in den vergangenen Jahren zugenommen, schreibt die Zeitung. Mutmaßliche Ursache sei die Entscheidung von Ex-Präsident Donald Trump gewesen, die Grenzen an Land schärfer zu kontrollieren.

Den Angaben zufolge spürt der amerikanische Grenzschutz regelmäßig überfüllte Boote vor der Küste von San Diego auf. Erst am Donnerstag habe er eines mit 21 Menschen an Bord abgefangen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/AFP

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