Nach nur 20 Minuten RegenFlut in Spanien reißt Mann mit

Wenige Minuten Regen reichen aus, um eine Stadt in Andalusien zu fluten. Wassermassen schieben sich über die Straßen, ein Mann wird mitgerissen. Jetzt werden Millionen Euro in die Unwetter-Sicherheit investiert.
Im Nordosten Spaniens hat es heftige Regenfälle gegeben, die große Teile der Stadt Jaén geflutet haben. Am Dienstagabend sind innerhalb von nur 20 Minuten 44,2 Liter Regen niedergegangen, meldet der Wetterdienst Suremet. Es handelt sich damit um die neuntstärksten Regenfälle Spaniens seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie sich Flutmassen durch die Straßen Jaéns ziehen. Die Zeitung "Hora Jaén" berichtet auf X, dass die Wassermassen auch die Abflüsse der Kanalisation nach oben an die Erdoberfläche gedrückt hätten. "Bewohner verschiedener Stadtteile haben das Eindringen von Wasser in Erdgeschosse und Garagen gemeldet", heißt es weiter. In einem Video, das die Zeitung auf X zeigt, ist zu sehen, wie ein Mann von den Fluten mitgerissen wird. Er versuchte offenbar, eine Straße zu überqueren, als er zu Boden stürzte und vom Wasser erfasst wurde.
Bürgermeister Julio Millán erklärte am Mittwoch im Stadtrat, dass es 115 Einsätze der Feuerwehr gegeben habe, schreibt "Hora Jaén". "Trotz der schockierenden Bilder, die wir in den sozialen Medien gesehen haben, gab es keine Verletzten", sagte Millán demnach. Sachschäden seien überwiegend gering ausgefallen. Dennoch stellte die Stadtverwaltung "zunächst drei Millionen Euro" zur Verfügung, um die Schäden zu beheben. 1,6 Millionen Euro sollen in die Instandsetzung des Abwassersystems fließen. Der Rest wird für beschädigte Straßen und Gebäude verwendet.
Da solche Unwetterereignisse in der Region immer häufiger vorkommen, investiert die Provinz 86,3 Millionen Euro in ein Regenrückhaltebecken vor den Toren Jaéns. "Dies ist nicht einfach nur ein weiteres Bauprojekt. Es geht darum, Jaén zu schützen, Risiken vorzubeugen und die Stadt auf Wetterereignisse vorzubereiten, die keine Ausnahme mehr darstellen", sagte Stadträtin María Espejo. "Der schwere Sturm hat uns gezeigt, dass wir uns auf immer häufiger auftretende Unwetter einstellen müssen."
Direkt südwestlich der Stadt Jaén liegen Berge. Laut Suremet sorgen diese dafür, dass sich verhältnismäßig viel Regen über der rund 112.000 Einwohner zählenden Stadt ergießt, wenn der Wind aus Südwesten kommt. Das ist angesichts der Lage relativ häufig der Fall, da im Süden die Mittelmeerküste Spaniens liegt.