Panorama

Passagier der "Hondius"Franzose zeigt während Hantavirus-Evakuierungsflug Symptome

10.05.2026, 20:26 Uhr
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Nach der Landung der Maschine in Le Bourget wurden die Kreuzfahrt-Gäste direkt unter Quarantäne gestellt. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" evakuieren mehrere europäische Staaten ihre Bürger per Flugzeug. Doch bei der Landung einer Maschine in Frankreich gibt es eine schlechte Nachricht. Einer der Reisenden zeigt plötzlich Krankheitssymptome.

Ein nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ausgeflogener Franzose hat nach Angaben der französischen Regierung Krankheitssymptome. Bei einem der fünf am Nachmittag am Flughafen Le Bourget bei Paris gelandeten Passagiere seien während des Fluges Symptome aufgetreten, erklärte Premierminister Sébastien Lecornu auf X.

Um welche Symptome es sich handeln soll, teilte Lecornu nicht mit. Alle fünf wurden demnach direkt nach der Landung bis auf Weiteres unter strenge Quarantäne gestellt und isoliert. Sie sollen in einem Pariser Krankenhaus gründlich untersucht und medizinisch betreut werden.

Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten. Vier Deutsche starteten am Nachmittag gemeinsam mit weiteren Betroffenen mit einer niederländischen Maschine in Richtung Niederlande und sollten anschließend nach Deutschland gebracht werden.

Vor Verlassen des Schiffs waren nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García alle Passagiere und Besatzungsmitglieder noch einmal untersucht und für symptomfrei befunden worden.

In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Unter den rund 150 Insassen des Kreuzfahrtschiffs wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang drei weitere Infektionen mit der von Mensch zu Mensch übertragbaren Anden-Variante des Hantavirus nachgewiesen, zudem gibt es zwei Verdachtsfälle.

Die WHO vermutet, dass sich der zuerst gestorbene Niederländer mit dem Hantavirus infizierte, bevor er an Bord ging und sich das Virus anschließend an Bord von Mensch zu Mensch verbreitete. Nach Angaben des argentinischen Gesundheitsministeriums hatte der Mann mit seiner Frau seit Ende November Argentinien, Chile und Uruguay bereist.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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