Panorama

Viele Schäden in Inseldorf Frau aus Lesbos stirbt bei Seebeben

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(Foto: REUTERS)

Ein Seebeben erschüttert am Mittag die Ägäisregion zwischen Griechenland und der Türkei. Zunächst sieht es so aus, als wären die Menschen trotz der Bebenstärke von 6,4 glimpflich davongekommen. Eine Frau aus Lesbos hat allerdings kein Glück.

Bei dem starken Seebeben in der Ägäis ist eine Frau ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 57 Jahre alte Frau, die die Feuerwehr aus den Trümmern ihres Hauses im Dorf Vrisa auf der griechischen Insel Lesbos barg, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA berichtet. Nach Angaben des Erdbeben-Monitors des Helmholtz-Zentrums in Potsdam hatte das Beben eine Stärke von 6,4. Das Zentrum lag etwa zehn Kilometer unter dem Meeresboden der Ägäis zwischen Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir.

Auf Lesbos wurden mindestens zwölf Menschen verletzt. Am stärksten betroffen war dem griechischen Fernsehsender ERT zufolge das Dorf Vrisa. Dort stürzten nach Angaben der Feuerwehr dutzende alte Häuser ein, Videobilder zeigen von Mauerblöcken übersäte Straßen.

"Wir haben es mit einer Katastrophe zu tun", sagte die Gouverneurin der Nord-Ägäis-Region, Christina Kalogirou. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS befand sich das Epizentrum des Bebens im Meer elf Kilometer südlich der Küstenstadt Plomari. Auch dort wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mehrere Gebäude beschädigt. "Die Straßen sind voller Putz, ich hoffe das ist bald vorbei, die Leute sind sehr verzweifelt", sagte Yiorgos Patarelis, der in der Küstenstadt an der Südküste von Lesbos einen Laden betreibt.

Auch in Izmir war das Erdbeben deutlich zu spüren gewesen. Mehrere Gebäude wurden sicherheitshalber evakuiert. Laut der türkischen Erdbebenwarte gab es mehrere kleinere Nachbeben. Aus der Türkei wurden keine größeren Schäden oder Verletzte gemeldet. Griechenland und die Türkei liegen an wichtigen tektonischen Bruchlinien und werden immer wieder von Erdbeben erschüttert.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa/AFP