Panorama

Fall in Singapur Frau bringt Baby mit Antikörpern zur Welt

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Das Baby brachte 3,5 Kilogramm auf die Waage und ist kerngesund.

(Foto: imago images/Westend61)

Bei einem Europaaufenthalt steckt sich eine Frau aus Singapur im März mit dem Coronavirus an. Das ist umso bedrohlicher, weil sie schwanger ist. Anfang November kommt ihr Baby zur Welt - und hat Antikörper im Blut.

In Singapur hat eine Frau ein Kind mit Corona-Anti-Körpern zur Welt gebracht. Ihr Sohn Aldrin sei im November ohne Covid-19 geboren worden und trage Antikörper gegen das Virus in sich, berichtet die "Straits Times".

Demnach war die 31-jährige Celine Ng-Chan im März selbst infiziert, als sie mit ihrem zweiten Kind schwanger war. Die Familie hatte sich demnach im März bei einem Familienurlaub in Europa angesteckt. Während Ng-Chans Ehemann und Vater gesund blieben, erkrankte sie selbst, ihre Mutter und ihre Tochter. Die 58-jährige Mutter musste sogar 29 Tage künstlich beatmet werden. Ng-Chan und die zweijährige Tochter Aldrina konnten das Krankenhaus hingegen bereits nach zweieinhalb Wochen wieder verlassen, weil sie nur schwache Krankheitssymptome zeigten.

Zum Zeitpunkt der Covid-19-Diagnose war Ng-Chan in der zehnten Schwangerschaftswoche. Noch wissen Ärzte wenig darüber, wie sich Infektionen in der Frühschwangerschaft auswirken und welche langfristigen Folgen Mutter und Kind zu erwarten haben. In Stichproben hatten sich zwar Neugeborene von Müttern mit schwerem Covid-19-Verlauf angesteckt, erkrankten aber selbst nicht.

"Ich hatte keine Angst, dass Aldrin Covid-19 bekommen würde, als ich las, dass das Übertragungsrisiko sehr gering ist", sagte Ng-Chan der Zeitung. Allerdings wurde nach der Geburt festgestellt, dass im Blut des Babys Antikörper gegen Covid-19 nachgewiesen wurden. Im Blut der Mutter waren hingegen keine Covid-19-Antikörper mehr vorhanden. "Mein Arzt vermutet, dass ich meine Covid-19-Antikörper während meiner Schwangerschaft auf ihn übertragen habe", so Ng-Chan.

Der Fall gebe neue Hinweise auf eine mögliche Übertragung des Virus von der Mutter auf ihr Kind, heißt es in dem Bericht. Laut WHO ist noch nicht bekannt, ob eine Frau das Virus während der Schwangerschaft oder Entbindung auf ihren Fötus oder ihr Baby übertragen kann.

Quelle: ntv.de, sba

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