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Haftbefehl gegen 40-Jährige Frau soll Baby zwei Jahre eingefroren haben

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Nachdem die Leiche entdeckt worden war, durchsuchten Polizisten das Waldstück neben dem Sportplatz in Wittenburg.

(Foto: picture alliance / Bernd Wüstnec)

Im März finden Spaziergänger die gefrorene Leiche eines Kindes in einem Waldstück in Wittenburg. 1700 Frauen werden daraufhin aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Doch die Mutter des Babys müssen die Ermittler schließlich auf andere Weise finden.

Eine 40-jährige Frau aus Mecklenburg-Vorpommern hat offenbar im Januar 2015 ihr Baby getötet und zwei Jahre lang zuhause in einer Gefriertruhe. Gegen die Frau aus Wittenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim sei wegen des Verdachts auf Totschlag Haftbefehl erlassen worden, teilt die Schweriner Staatsanwaltschaft mit. Spaziergänger hatten die gefrorene Leiche des Kindes Anfang März in einem Waldstück gefunden. Dort war sie von der Mutter kurz zuvor abgelegt worden.

Die Beschuldigte habe eingeräumt, das Kind allein zur Welt gebracht zu haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zu den Tatvorwürfen habe sie sich bislang nicht geäußert. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde das kleine Mädchen unmittelbar nach seiner Geburt getötet. Auf welche Weise das Kind zu Tode kam, steht laut Staatsanwaltschaft noch nicht fest.

Um die Mutter des Leichnams zu finden, hatte die Kriminalpolizei in der Region um Wittenburg im April 1700 Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren aufgefordert, eine Speichelprobe für einen DNA-Test abzugeben. Die Verdächtige war dieser Aufforderung bislang nicht gefolgt. Auf die Spur der mutmaßlichen Täterin kamen die Ermittler durch DNA-Spuren, die der Vater des toten Kindes auf einer Decke hinterlassen hatte.

Die Mutter hatte die Babyleiche in diese Decke eingewickelt, bevor sie das tote Kind im Wald ablegte. Die DNA des Vaters war in einer Datenbank abgelegt, auf die die Ermittler Zugriff hatten. Der Vater hat allerdings nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei weder von der Schwangerschaft noch von der Geburt etwas gewusst.

Quelle: n-tv.de, asc/AFP/dpa

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