Besucheransturm auf StreckeFrau verletzt sich bei Rodelunfall schwer

Trotz geschlossener Skigebiete zieht es viele Menschen in die verschneiten Berge. In Bayern kommt es nun zu einem Rodelunfall, bei dem eine Frau schwer verletzt wird. Die Strecke in Pfronten wird daraufhin gesperrt.
Bei einem Unfall auf einer Rodelstrecke im bayerischen Pfronten ist eine 45 Jahre alte Frau am Donnerstag schwer verletzt worden. Eine 28 Jahre alte Frau und ein 30 Jahre alter Mann konnten auf der steilen Abfahrt mit ihrem Schlitten nicht mehr abbremsen und fuhren auf den Schlitten der 45-Jährigen auf, wie die Polizei mitteilte.
Die Frau sei dabei von ihrem Schlitten geschleudert worden und zunächst bewusstlos liegen geblieben. Rettungskräfte der Bergwacht hätten sich in der Nähe befunden und Erste Hilfe geleistet, ehe die Frau mit einer Rückenverletzung mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht wurde. Die beiden anderen Unfallbeteiligten begaben sich nach Polizeiangaben mit leichten Verletzungen in ärztliche Behandlung.
Das Unfallrisiko und der enorme Besucheransturm am Donnerstag waren der Grund, weshalb die schwäbische Gemeinde die beliebte Rodelstrecke an diesem Freitag in Absprache mit der Polizei sperren ließ. In den Tagen zuvor waren die Parkplätze nahe der Rodelstrecke "restlos überfüllt" gewesen, wie die Polizei mitteilte.
Die Polizei gab an, die Sperrung mit Streifenkräften zu überwachen. Viele Tagestouristen zieht es auch im Lockdown in die Alpen. Die Skigebiete sind zwar geschlossen, doch viele Menschen gehen mit Schlitten und Tourenski in die Berge. Die bayerische Polizei will deshalb in den Alpenregionen zum Jahreswechsel verstärkt kontrollieren - auch um eine Überlastung der Krankenhäuser durch Unfälle zu verhindern.