Panorama

Heißes Wochenende steht bevor Freibadtermine sind Mangelware

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Die Freibäder sind wieder geöffnet, aber man braucht zumeist ein Ticket, das nur online gebucht werden kann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sommer, Sonne, Freibad - das klingt in diesem Jahr noch verlockender als ohnehin schon. Doch wegen der Corona-Maßnahmen kann man nicht einfach seine Badehose schnappen und sich zum Freibad aufmachen. Das sorgt mancherorts für Frust.

Gefühlt ist die Pandemie vorüber, dafür sind die Temperaturen nun endlich hochsommerlich. Jetzt zieht es die Menschen in die Freibäder, zumal das Schwimmen in natürlichen Gewässern vielen zu gefährlich ist. Doch ein Freibadbesuch ist gerade gar nicht so leicht zu bewerkstelligen.

Wegen der noch immer geltenden Corona-Maßnahmen müssen in den meisten Bädern vorab online Termine gebucht werden. Vor allem in den Großstädten gibt es dabei jedoch viel Frust. Der "Münchner Merkur" berichtet, dass das Reservierungssystem der Stadtwerke für die Sommerbäder nur wenigen Menschen eine Buchung ermöglicht. Die neuen Kontingente würden immer um Mitternacht drei Tage im Voraus freigegeben.

Dem darauffolgenden Ansturm sei die Buchungsseite jedoch kaum gewachsen. Das System sei komplett überlastet, die Schwimmtermine zudem schnell wieder ausgebucht. Vor allem viele ältere Schwimmer, die morgens vor den Familien oder Schulkindern ihre Bahnen ziehen, sind enttäuscht, zumal es in vielen Bädern auch nur möglich ist, eine Tageskarte zu kaufen. Die Leitung der Münchner Freibäder begründet das mit organisatorischen Schwierigkeiten, die Anzahl der Badegäste zu begrenzen. Auch ein neues Buchungssystem wurde zunächst ausgeschlossen. "Wir hoffen alle, dass diese Ausnahmesituation nicht mehr lange dauert", zitiert das Blatt Bäderchefin Clara Kronberger. Trotzdem gibt es in den Münchner Sommerbädern jetzt für das Wochenende noch einzelne Tickets.

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Dass es sich dabei nicht nur um ein Münchner Problem handelt, zeigen ähnliche Medienberichte aus Berlin. Dort sind die Freibäder seit dem 21. Mai geöffnet. Man braucht allerdings ebenso wie in München einen Termin, der auf der Webseite der Bäderbetriebe gebucht werden muss. Die Termine werden der "B.Z." zufolge auf die Sekunde genau vier Tage vorher freigeschaltet. "In dem Moment, in dem sie freigeschaltet werden, sind sie aber schon vergeben", schreibt das Blatt. Berlin setzt jeweils auf Stunden-Fenster, in fast allen Freibädern gibt es den Bäderbetrieben zufolge vier tägliche Zeitfenster für das öffentliche Schwimmen: in der Regel 1,5 bis 2 Stunden für Frühschwimmer und drei weitere Zeitfenster zu jeweils 3 Stunden. Zwischendurch werden die Bäder komplett geräumt, zwischengereinigt und desinfiziert.

Für das zu erwartende heiße Wochenende sind am Donnerstagmittag in der Hauptstadt jedoch durchaus noch Termine buchbar. Neben der Buchungsseite haben die Bäderbetriebe eine Internetseite, auf der man nach einem Freibad in der Nähe und dem nächsten verfügbaren Zeitfenster suchen kann. Darunter sind auch so beliebte Bademöglichkeiten wie der Plötzensee.

Quelle: ntv.de, sba

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