Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Frühlingsgefühl hält dank Saharaluft an

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Die Sonnenauf- und -untergänge bieten derzeit ein besonders farbintensives Schauspiel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Schnee ist kaum geschmolzen, da sorgt Wüstenluft aus dem Süden für mediterrane Gefühlslagen. Im Verlauf der Woche klettert das Thermometer auf Spitzenwerte von bis zu 20 Grad. Dank Hoch "Ilonka" begleitet uns das milde Wetter bis in den März hinein.

Die letzten Tage des Februars 2021 sind ebenso extrem, wie der ganze Monat unterm Strich verlief. Denn nach dem Eiswinter auf arktischem Niveau ist der Februar jetzt mal eben in Richtung Mittelmeer-Niveau durchgestartet. Deutschland zeigt sich bei Spitzenwerten bis an die 20 Grad ähnlich temperiert wie Mallorca, Alicante oder Rom. Gleichzeitig sorgt aber der mitgebrachte Saharastaub für eine zunehmende Trübung der Sonnenbilanz. Immerhin ist unsere derzeitige Frühlingsluft direkt aus dem Norden Afrikas zu uns gekommen. Und da gehört eine Ladung des rötlichen, gelblichen oder bräunlichen Staubs eben zum guten Ton.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

Und apropos Ton: Der Farbton der Sonnenauf- und -untergänge ist in diesen Tagen ein ganz besonders intensiver. Immer wenn das Sonnenlicht nämlich einen langen Weg durch die Erdatmosphäre nehmen muss, dann ergibt sich durch Staub ein besonders spektakuläres Bild. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Der Sonnenaufgang variiert zwischen kurz nach 7 Uhr im Osten und 7.40 Uhr im Westen. Sonnenuntergang ist zwischen 17.20 Uhr im Osten und 18.10 Uhr im Westen.

Ist das jetzt schon der große Startschuss für den Frühling und kommt noch was in Sachen Winter?

Grundsätzlich ist es dabei so, dass für einen nachhaltigen Frühlingsbeginn für die Vegetation eine gewisse Energiemenge geflossen sein muss. Erst dann geht es richtig los, was wiederum noch dauern wird. Gleichzeitig spielen die Wettercomputer für den März 2021 durchaus noch mit der Idee, Kaltluft zu uns kommen zu lassen - der sogenannte Märzwinter. Gerade wenn der Polarwirbel nicht so richtig in Form und Fahrt ist, ist ein winterlicher Nachschlag auch im März durchaus normal. Auch wenn der letzte Märzwinter schon einige Jahre her ist. Den gab es im März 2013 mit gut drei Grad unterm langjährigen Mittelwert. Zuvor gibt es jetzt aber so oder so erst einmal die Frühlingsgefühle in der Verlängerung.

Nacht zum Montag: Süden frostig

legt sich zum Wochenausklang ins Zeug. Der leichte Frost hat natürlich nichts mit unserem Eiswinter, um die Monatsmitte herum zu tun. Nichtsdestotrotz müssen Sie aber im Süden mit Glätte und zum Teil dichten Nebelfeldern rechnen. Weiter nordwärts ist stellenweise Bodenfrost zwar nicht auszuschließen. Meistens bleibt es aber frostfrei und locker bewölkt bis klar.

Montag bis Donnerstag: Hochdruckwetter auf hohem Niveau

Das Temperaturniveau bleibt hoch. Teilweise geht es weiterhin bis auf Spitzenwerte um die 20 Grad rauf. Am kühlsten ist es noch im trüben Dunst in den Nebellagen im Süden sowie direkt an der See bei rund 10 Grad. Ansonsten dominiert aber die Sonne neben den Saharatrübungen. Verantwortlich für das gute Wetter: Hoch "Ilonka", während sich die Tiefs über dem Atlantik quasi die Klinke in die Hand geben und in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Portugal für windiges Wetter mit teils kräftigen Schauern sorgen.

Freitag und am Wochenende: Meteorologischer Frühlingsbeginn im Abwärtstrend

Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsbeginn. Und der findet in diesem Jahr mit einem leichten Abwärtstrend bei den Temperaturen statt. Am Freitag werden es 8 bis 18 und am Wochenende sowie am Montag (Frühlingsbeginn) 7 bis 15 Grad. Das hat natürlich mit dem Winter nach wie vor gar nichts zu tun. Zumal es auch wettertechnisch überwiegend freundlich, teils sogar sonnig und trocken weitergeht. Den deutlicheren Absturz bringen die Wetter-Modelle erst im Laufe des März 2021 ins Spiel.

Quelle: ntv.de

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