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Verhalten angepasst Fuchs wächst mit vier Hunden auf

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Bei Gemma Holdway darf Füchsin Vixey sogar im Bett schlafen.

(Foto: facebook.com/gholdway)

Eine Studentin findet im Garten ein zwei Tage altes Fuchs-Baby und nimmt es zu sich. Das Tier bekommt den Namen Vixey und wächst fortan mit vier Hunden auf. Inzwischen verhält sich das Raubtier fast wie ein ganz normales Haustier.

Eine Tierwissenschaftsstudentin findet im Garten ihrer Eltern insgesamt fünf Fuchs-Babys und hält sie zunächst für Katzenjunge. Die Welpen sind höchstens zwei Tage alt, doch die Mutter kehrt nicht mehr zurück. Die 19-Jährige beschließt, sie vorerst aufzunehmen. Eines der Tiere wird zum festen Familienmitglied, wie unter anderem die britische "Huffington Post" berichtet.

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Eigentlich will Gemma Holdway aus Somerset im Südwesten Englands die Fuchswelpen einer Auffangstation für Wildtiere übergeben, damit sie eines Tages ausgewildert werden können. Doch kommt es anders.

Eines der Raubtiere öffnet nach fünf Tagen in Holdways Obhut die Augen und erblickt die Pflegemutter. Sofort stellt es eine Verbindung zu ihr und ihrem Freund Dan Pearse her. Die zwei beschließen, die junge Füchsin zu behalten. Sie nennen sie Vixey. Die übrigen vier Welpen werden noch rechtzeitig in die Klinik gebracht, um bei ihnen denselben Effekt zu vermeiden.

Vixey ist leichte Beute

Holdway füttert und badet Vixey, geht mit ihr spazieren. "Mir ist völlig klar, dass sie nach wie vor ein Raubtier und sehr unabhängig ist. Ich weiß aber auch, dass sie sehr auf Menschen fixiert ist und ihr schnell etwas passieren kann, wenn sie allein unterwegs ist", sagt die 19-Jährige. "Wilde Füchse würden den Geruch von uns Menschen an ihr wahrnehmen und sie als Beute ansehen." Außerdem hat die Füchsin durch ihre Aufzucht beim Menschen nie gelernt, wie man sich in freier Wildbahn verhält und zum Beispiel auf die Jagd geht.

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Holdways Eltern verfügen über ein sehr großes Stück Land, so dass Vixey sich dort frei bewegen kann. Wenn es dunkel wird, käme sie aber immer wieder zum Haus zurück, erzählt die Studentin. Vixey ist nun ein Teil der Familie und wächst mit einem Labrador und drei Jack Russell Terriern auf. Laut Holdway hat sie inzwischen sogar einige von deren Verhaltensweisen angenommen.

"Vixey folgt den Hunden überall hin, kopiert, was sie tun. Hündin Raisin hat die Rolle der Mutter übernommen", sagt sie. Vixey bevorzuge Hundefeuchtfutter und trockene Hundekekse. "Wir haben versucht, ihr Hühnchen oder Schwein zu geben, doch sie hat beides abgelehnt." Holdway möchte Vixey gerne an die Leine gewöhnen. "Sie trägt bereits ein Halsband mit Glocke, mit dem sie sich wohlfühlt. Das hilft uns dabei, sie zu lokalisieren."

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Quelle: n-tv.de, nan

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