Panorama

Tat auf Handyvideos festgehalten Fünf Frauen in Indien vergewaltigt

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In Indien werden Frauen immer wieder Opfer sexueller Gewalt.

(Foto: picture alliance / Piyal Adhikar)

Ein neuer Fall von Gruppen-Vergewaltigung schockiert Indien. Wieder werden mehrere Frauen sexuell missbraucht. Alle Opfer arbeiten für eine Wohltätigkeitsorganisation. Die Täter filmen die Gewalttat mit ihren Handys - und wollen die Frauen so einschüchtern.

Indien wird erneut von einem Gruppenvergewaltigungsfall erschüttert. Fünf Mitarbeiterinnen einer Wohltätigkeitsorganisation wurden im Osten des Landes von mehreren Männern entführt und sexuell missbraucht, teilte die Polizei mit. Die 19 bis 35-jährigen Opfer gaben demnach an, im Bezirk Khunti im Bundesstaat Jharkhand bei einer Veranstaltung gegen Menschenhandel überfallen worden zu sein.

Die Täter hätten Videos von der Gruppenvergewaltigung gedreht und versucht die Frauen einzuschüchtern, sagte ein Polizeisprecher. Die Frauen arbeiteten für die Nichtregierungsorganisation Asha Kiran, die von einer christlichen Mission unterstützt wird.

Im Visier der Ermittler ist unter anderem die in der Region verwurzelte obrigkeitsfeindliche Gruppe Pathalgadi und ihre Anhänger, die Fremde in ihrer Region nicht duldet. Der Bezirk ist zudem eine Hochburg bewaffneter maoistischer Guerillagruppen.

Gewalt gegen Frauen ist in Indien weit verbreitet. Immer wieder kommt es zu schweren Übergriffen. Verstärkte  Aufmerksamkeit erregen sie seit der brutalen Vergewaltigung einer 23-jährigen Studentin durch insgesamt sechs Männer im Dezember 2012. Die junge Frau wurde in einem Bus schwer misshandelt und starb später.

Quelle: ntv.de, eho/AFP/dpa