Panorama

Brand in Obdachlosenheim Fußballer retten Mann aus den Flammen

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Brandspuren an der Unterkunft: Noch ehe die Feuerwehr eintraf, hatten die Spieler beherzt eingegriffen.

(Foto: dpa)

In einer Unterkunft für Asylbewerber und Obdachlose in Baden-Württemberg brennt es. Die Mitglieder eines in der Nähe trainierenden Fußballvereins rettet einem der Bewohner durch ihr beherztes Eingreifen das Leben.

Im baden-württembergischen Dettingen bricht in einer Obdachlosenunterkunft ein Feuer aus. Die Spieler eines Fußballvereins helfen sofort und retten einen Mann vor dem sicheren Tod. Das berichtet unter anderem der SWR.

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Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten an der städtischen Unterkunft.

(Foto: dpa)

Der Fußballplatz der Spielgemeinschaft Rexingen/Dettingen liegt in unmittelbarer Nähe zu einer städtischen Unterkunft für Obdachlose und Asylbewerber. Die jungen Spieler aus Horb am Neckar - alle um die 20 Jahre alt - sind gerade beim Training, als sie bemerken, dass es in dem Haus brennt. Während die einen die Feuerwehr alarmieren, laufen die anderen sofort rüber, um zu helfen.

"Wir haben erstmal an der Haustür geklingelt, damit alle rauskommen", erzählte Stürmer Marius Tittjung dem SWR. Zwar kommen einige Bewohner heraus, doch ausgerechnet in dem betroffenen Teil des Gebäudes rührt sich nichts. "Daraufhin sind zwei aus meiner Mannschaft in das Haus gegangen", erzählt der Sportler weiter.

Bewohner war alkoholisiert

Im Treppenhaus trafen sie nach eigenen Angaben auf zwei Bewohner, die sie mit nach draußen nehmen wollten. Doch der Mann, in dessen Wohnung es brannte, sei wieder umgekehrt. Er habe das Feuer löschen wollen. Die Polizei wird den 54-Jährigen später als "alkoholisiert" beschreiben.

Ein 19-jähriger Spieler hinderte den Bewohner daran, in die Flammen zurückzukehren und brachte ihn stattdessen ins Freie. Kurz danach habe es einen Schlag gegeben und "dann ging es richtig los", erinnert sich ein Mannschaftskollege von Tittjung. Sowohl der Gerettete als auch sein Retter erlitten eine Rauchgasvergiftung. Mittlerweile gehe es dem 19-Jährigen schon wieder besser, so die Polizei zur "Süddeutschen Zeitung".

Insgesamt soll bei dem Brand ein Schaden von etwa 50.000 Euro entstanden sein. Alle Bewohner wurden vorerst in einem Hotel oder bei Verwandten untergebracht. Zur Brandursache wird noch ermittelt. Die Polizei vermutet allerdings "ein möglicherweise fahrlässiges Handeln des Wohnungsinhabers".

Quelle: n-tv.de, nan